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Die deutschen Bücherzeichen (Ex-libris) : von ihrem Ursprunge bis zur Gegenwart / von F. Warnecke
Entstehung
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3m Gegensatz hierzu finden sich ex-libris, welche eine ganz winzige Ausdehnung zeigen,wie u. A. das des Johann Baptist Gadner, dessen in Kupfer gestochenes Blättchen eine Breitevon f6 mm und Höhe von $ mm hat.

Unbegreiflich ist es, daß man in vielen Fällen für eine ganze Reihe von Bücherzeichen inden verschiedenen Größen immer wieder dieselbe, auch im Beiwerk genau übereinstimmendeDarstellung verwendete, da doch für jedes Zeichen eine besondere Platte gestochen werdenmußte und nicht, wie heute, die Verkleinerung nach dem Original mit Hülfe der Photographieleicht erzielt werden konnte. So sind von dem Bibliographen und Frankfurter Senator ZachariasTonrad von Uffenbach vier in der Größe verschiedene, in der Darstellung aber genau über-

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einstimmende ex-libris bekannt, von denen wir das drittgrößte hier, das größte auf Tafel f? in Ab-bildung geben, nach einem vom Alterthumsverein zu Rlünchen uns freundlichst überlassenen Gliche.

Die Verwendung gedruckter Bücherzeiche» ist unzweifelhaft deutschen Ursprungs, wasbegreiflich erscheint, da fast alle graphischen Künste in Deutschland ihren Anfang nahmen.Wahrscheinlich haben sich die Klöster, die ja auch die ersten Büchersammler waren, der ex-libriszuerst bedient.

Als ältestes gedrucktes Bücherzeichen ist bis jetzt ein um fH80 entstandener kleiner, bemalterHolzschnitt angesehen, welcher einen, von einem schwebenden Engel gehaltenen blauen Wappen-schild mit einem nach Links gewendeten silbernen Ochsen zeigt, durch dessen Nase ein schwarzerRing gezogen ist.

Bereits im Jahre wurde dies Blatt von H. Lempertz zu Köln in dessen Bilderheften,Tafel IV, als das Wappen der Abtei Gchsenhausen bezeichnet. Die Bibliothek derselben sollangeblich mit der der Karthause Burheim bei Rkemmingen vereinigt worden sein, welche im