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Jahre (883 in München zur Versteigerung gelangte, hierbei kamen mehrere solcher ex-libriszum Vorschein, welche anfangs zu sehr mäßigen, später aber zu ganz erheblichen preisen inden Lsandel gebracht wurden. Beiläufig bemerkt, bedarf es »och eines Beweises, ob dieBibliothek der bedeutenden alten Reichsabtei Gchsenhausen in Schwaben mit derjenigen dernur unbedeutenden Karthause Buxheim, welche von jener weit entfernt lag, wirklich verschmolzenwurde. Ls scheint uns, daß diese Annahme nur auf dem in Rede stehenden Bücherzeichenberuht, und diesen Stützpunkt müssen wir ihr leider entziehen. Die Lempertzsche Bestimmungdes Bücherzeichens ist unrichtig, — die Benediktiner-Abtei Gchsenhausen führte ein ganz ab-weichendes, redendes Wappen:
in Gold auf grünem Boden ein rothes, vorn silbernes Ljaus, aus dessen offener Thürein schwarzer Dchse tritt.
Noch schlagender ist der handschriftliche vermerk, den das in unserm Besitze befindliche,dem Titelblatt eines Buches ausgeklebte ex-libris trägt. Derselbe lautet wörtlich:
,,Ti(tulus?) Quarta pars summe Anthonini.
Contenta“ (andere Schrift) — dann folgt das aufgeklebte Bücherzeichen") —darunter:
„Über Gartusiensium. In Buchshaim propeMemmingen, proveniens a confratre nostro do-mino Hilprando Brandenburger de Bibracocontinens Quartam pariern summe Anthonini. Oratepro eo et pro quibus desideravit.“
Lfier wird also bezeugt, daß der KlosterbruderLsildebrand Brandenburg aus Biberach der Kart-hause Burheim das in Frage stehende Buch ge-schenkt hat.
Das Wappen gehört dem Geschenkgeber an,welcher aus einer vornehmen Bürgerfamilie Biberachsstammte. Im alten Sibmacher ist das Wappen der„von Brandenburg" im V. Theil auf Seite 276 ab-gebildet. <£s zeigt in Blau einen silbernen Gchsenmit schwarzem Nasenring, nur daß das Wappenthier — was ja ganz unwesentlich — hier nachRechts gewendet erscheint. Unter den von G. Seyler im neuen Sibmacher veröffentlichten ausge-storbenen Württembergischen Adelsgeschlechtern befindet sich das Wappen auf Tafel U in der-selben Darstellung.
In der zur Versteigerung gelangten Bibliothek der Karthause Burheim fand sich noch einanderes Bücherzeichen, gleichfalls wie jenes des Uildebrand Brandenburg, dem Titel einer
U) Die Abbildung wird hier unbemalt, nach einer sehr naturgetreuen Zeichnung des Professors GttoSeih zu München, gegeben. Der Druckstock ist uns durch die gütige Vermittelung des lferrn LegationsrathsG. Löhm nebst anderen Lliches von dem Alterthumsverein zu München ffeundlichft zur Verfügung gestelltworden.