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von dem Domicellus — also nicht Mönch, sondern Junker — Wilhelm von Zell geschenktworden ist. Ein Wilhelm von Zell, welcher dem ausgestorbenen bayerischen Adelsgeschlechteder Zeller von Aaltenberg angehört/ 3 ) kommt urkundlich im Jahre vor. Dessen ex-Iibriszeigt nicht nur das Zellsche, sondern noch ein zweites Wappen, also nach der heutigen Auffassungein Ehewappen: das des Mannes im Schilde und auf dem kfelm ein geharnischter Schwertarm;das der Frau — welche einem schwäbischen Geschlechte angehört haben wird — enthält dreiBpihen und auf dem Helm einen wachsenden pirsch. Beide Wappen sind von einer Ein-fassungslinie umgeben.
Daß sich Wilhelm von Zell für seine Person eines Bücherzeichens mit zwei Wappenbedient, erscheint auffallend, ist im (5. und (6. Jahrhundert aber vielfach nachweisbar. Esfinden sich jedoch in den meisten Fällen, wie bei Rohrbach, pirckheimer ic. (siehe verzeichnißder ex-Iibris) und noch in der ersten Hälfte des (7. Jahrhunderts (so auf dem Bücherzeichendes Erhardwon Muggenthal), die Schilde des Mannes und der Frau, nur unter dem Helmdes Mannes, oder es ist links neben dem Wappenschilde desselben ein kleines Schildchen mitdem Wappen der Frau angebracht; mitunter auch noch — rechts daneben — eins der Mutterdes Mannes.
Aelter als die Bücherzeichen von Hildebrand Brandenburg und Wilhelm von Zell istaber ohne Zweifel dasjenige eines Hans Igler, welches sich auf der Innenseite des gepreßtenPergamentdeckels zu einem undatirten Buche, betitelt:
„Vocabnlarinm incipiens tenlonicü ante latinum“
— Inkunabel in 8° — aufgeklebt befindet. u ) Es ist ein bemalter Reiberdruck (?), einen braunenIgel darstellend, der auf grünem, mit Blättern bestreuten Rasen geht und im Maule einenBlumenzweig (trägt. Ueber dem Igel befindet sich ein weißes, an den aufgerollten Stellen gelbgefärbtes Schriftband mit der Aufschrift:
„hanns igler 15 ) das dich ein igel 16 ) küs.“
Das Ganze umgiebt eine schwarze Einfassungslinie.
Dieser Hans Igler führte seinen Namen vermuthlich in Folge eines Scherzes, denn er
13 ) Siehe neuer Sibmacher, ausgestorbener bayrischer Adel, Seite 63 , von G. Seyler.
u ) Das Buch trägt auf dem Titelblatt den handschriftlichen vermerk: „Psrlinet ad P. AmandumRuepp O. P.'A. 1791“ und befindet- sich im Besitz des Antiquars Ludwig Rosenthal in München, welcher fürdasselbe' ;nooMark'verlangt.
15 ) Jetzt steht statt des kleinen Anfangsbuchstabens des Namens ein großes I das jedoch, wie noch einigeandere undeutlich gedruckte Buchstaben mit Tinte geschrieben, bezw. verbessert wurde.
16 ) Der Igel kommt in Stammbüchern des \ 6 . Jahrhunderts häufig vor. In einem solchen des Wolfgangvon Axfaltern aus der Mitte des ;s. Jahrhunderts hat Ludwig von Seiboltsdorff einen Igel malert lasten, aufdesterPRücken eine unbekleidete Jungfrau fitzt. Das dabei befindliche Schriftband trägt die Aufschrift: „dasmacht Firwitz, das Ich auf dem Igel sitz."