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seines Freundes Wilibald pirckheimer bestimmte Blatt mit den Wappenschilden der pirckheimerund Nieter und mit dem von beflügelten Engelknaben gehaltenen pirckheimerschen Helme.Neben dem Kleinod befindet sich die Inschrift: „Sibi et amicis, und unten: „Liber BilibaldiPirckheimer.“ Der große Meister Dürer fertigte außerdem noch für manche andere Nürn-berger Patricier, so für die pömer, Ebner, Scheurl rc. dergleichen in Holz geschnittene oder inKupfer gestochene Bücherzeichen, von denen mehrere in den, vorhin schon erwähnten, heraldi-schen Kunstblätter» abgebildet sind.
Das Bücherzeichen Michel Behaims ist von (ZOf) datirt. Ein anderes dieser Familie zeigtzwei Schilde, den der Behaim und einen leer gelassenen, darüber den einem wilden Manneüber den Kopf gestülpten Behaimschen Stechhelm, der später — als dieser nicht mehrvornehm genug erschien — auf demselben Holzstock in einen Spangenhelm umgewandeltwurdet) Das Ebnersche, — von W6 datirte Bücherzeichen enthält außer dem Wappen denWahlspruch: „vevs refvgivm mevm“, sowie die Bezeichnung: „Eiber bieronimi Ebnen“
Angesichts der bedeutenden Anzahl von noch jetzt vorhandenen Einzelblättern mit Wappen,liegt der Gedanke sehr nahe, daß dieselben einem bestimmten Zwecke gedient haben mögen.Die meisten Blätter haben jedenfalls als Bücherzeicheu und nicht nur wie das große Roggen-dorffsche Wappen u. a. als Prunkstücke Verwendung gefunden.
Vielfach wurden die Kupfer- oder Holzplatten auch in Stammbüchern abgedruckt.
Aus dem ersten Drittel des (6. Jahrhunderts führt Böhm außer zwei, bezw. mit und ohneHelmschmuck versehenen Bücherzeichen des streitbaren Ingolstädter Theologen Johann Eck^H nocheinen von \ 52 \ datirten, bemalten Holzschnitt in der Sammlung der Münchener Hof- und Staats-bibliothek auf. Derselbe stellt das Bücherzeichen mit dem Wappen des Georg Angerer dar: invon Roth und Weiß getheiltem Schilde ein wilder Mann mit einem Schwert in der Rechtenund einem abgeschlagenen Kopfe in der Linken^).
In unserer Sammlung befinden sich drei große bemalte Holzschnittblätter, welche ebenfallsnoch jener Zeit angehören:
f. ein Wappen — in von Roth und Blau gespaltenem Schilde, vorn ein goldenes Einhorn,hinten ein goldener mit drei rothen Pilzen (?) belegter Schrägbalken; auf dem ge-krönten Helm mit blau- bezw. roth-goldeneu Decken ein rother und ein blauer, mit derentsprechenden Schildfigur belegter Flügel, dazwischen das wachsende Einhorn —
20 ) 3m Jahrhundert begann man nämlich damit den schönen alten Stechhelm in Wappenbriefen rc.den Bürgerlichen zu verleihen und für den Adel den Spangenhelm zu beanspruchen, Mit welchem Recht derletztere dem ersteren vorgezogen wurde, ist schwer zu begreifen.
21 ) Das mit einem Helmschmuck versehene, von Hans Burgmair gezeichnete Wappen des Dr. Eck findetsich auch auf dein Schlußblatt eines am 7. Januar zsz8 in der Millerschen Vffizin zu Augsburg gedrucktenBuches in unserer Sammlung.
22) Das gleiche in unserem Besitz befindliche Bücherzeichen, welches übrigens den wilden Mann auf grünemDreiberg stehend, in einem von Roth und Gold getheilten Schilde zeigt, ist undatirt und wurde demselbenoben: „(lregorivs bei llratia Electvs Nove Civitatis et Ecclesie Brixenen. Prepositvs etc.“, unten:„üracia. Sere. Hvngarie et Bohemie Regis etc.“ aufgedruckt.