Band 
Dritter Band.
Seite
60
JPEG-Download
 

chenbau und leichten Arbeiten sieht; ein Ring durchdie Nase bändigt sie. Herrlich zeigte sich das Städt-chen Monticello auf einem vertretenden Felsberge,der auch wild mit Indischen Feigen und Aloe bewach-sen war. Gesegnet ist dahinter der sonnige Winkel amEnde dieses Meerbusens, um das Städtchen Fondi:ganze Felder stehen voll der stärksten Orangenbäume,die voll goldrother Früchte hingen. In dem altenStädtchen sieht man wieder die vieleckigen Steinplat-ten der Appischen Straße. Auch einige merkwürdigeGebäude des Mittelalters sind da. Eine Kirche amjenseitigen Thore ist in Gothischer Art: die Pforte amGiebel hat zwei vorstehende Säulen auf Löwen, zier-liche Knäufe mit Laubwerk und Vögeln, und Spitzbö-gen; darüber, in einer Art von kleiner Kapelle, sitzt«in gekröntes Mannesbild. Innerhalb, eine alte Mar-mor-Kanzel mit Mosaik und vier Säulen auf Löwen;zwei Seitenaltäre mit alten Bildern auf Goldgrund,die Verkündigung und Maria mit dem Kinde. In ei-ner Kapelle des kleineren Kreuzesarmes ist ein altesGrabmal von Marmor: auf drei Löwen stehen Glaube,Hoffnung und Liebe und tragen den Sarg, auf wel-chem die Mutter Gottes inmitten von Heiligen; obenliegt der Todte, über dem Engel einen Vorhang öff-nen. Die alte Inschrift besagt, daß HonoratuSHerr von Fondi es seinem Vater Christophoruserrichtet habe. Der Thurm, neben der Kirche, ist, wie