eigens das Patronat dieser Kirchthüre zustand) durchden Baumeister Tommaso von Siena in die jetzigeGestalt gebracht/ zwar noch auf Gothische Art/ abernicht eben glücklich: die Wände wurden neu beklei-det/ durch Pfeiler zwischen den Thüren und zweiQuerleisten über den Thüren in mehre Felder ge-theilt; auf den Seitenfenstern stehen spitze Dreieckemit runden Öffnungen/ das Rund über dem Mittel-fenster beschließt der mit einem Fries verzierte stum-pfe Giebel; zu diesem ziehen sich die Dachlinien derniedrigeren Seitenschiffe mit einfachem Gesims hin-auf/ ähnlich einem gebrochenen Holländischen Giebel,ohne vorragende Spitzen, außer zwei kleinen kegelar-tigen Aufsätzen- In den Ecken über den Thür- undFensterbögen sind fast überall Engel, nach Art derVictorien der alten Triumphbögen, angebracht; dieZierraten der Leisten mir Rundbögen sind unpassend;überhaupt fehlt die Flüssigkeit und Stätigkeit der al-ten Pfeiler, Bögen und Dreiecke, den neuen, wo so-gar (im Mittelftnßer) der Bogen im Winkel auf demPfeiler abbricht; und die Pfeiler sind durch Knäufean den beiden Querleisten in Stockwerke zerschnitten.In der unteren Leiste, oder Fries, sind noch mancheSinnbilder der H. Jungfrau wiederholt: die mystisch«Rose, der Davidische Thurm, Morgenstern und Halb-mond. — Auf den Seiten des Giebels treten zweiviereckige schlichte Thürme vor, denen sich die Häu-
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