Band 
Dritter Band.
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Säulen mit ihrem Bogen stehen zwei andere/ derenBögen sich gegenseitig/ so wie den Bogen jener bei-den Säulen, durchschneiden. Wir stiegen zu der altenWarte auf dem Gipfel dieses Berges, und schautenunsern gestrigen dunkeln Weg bis Cvnsa zurück, unddas ganze Thal der Stadt, in welches wir dann vonder andern Seite hinabstiegen. Die erzbischöflicheKirche ist sehr alt, im Vorgothischen Style, mit Be-nutzung antiker Baustücke, die wohl vo» jenem Tem-pel der Minerva oder von Pastum geholt sind. Einehohe Treppe führt zu einer gewölbten Vorhalle mitzwei Reihen antiker Säulen von verschiedener Art,da sind Dorische und Ionische, glatte und gereifte,ja gewundene, dicke und dünne, mit und ohne Fuß,mit alten und neuen Knäufen. Die erzene Thür, inmehren Feldern, hat Griechisch-Christliches Bildwerk,die MnttergotteS und Christus mit Griechischer In-schrift, daneben Petrus und Paulus , und GriechischeKreuze: alles eingelegte Arbeit, der Thüre von S-Paolo in Rom ähnlich, aber besser. Lateinische In-schriften besagen, daß ein Pantaleon diese Thürmachen ließ, aber nicht, wann. Die Einfassung hatneuere Arabesken; älter ist der Thürbalken, au dessenEcken Adler mit Schlangen in den Klaue». Den Bo-gen darüber füllt ein altes Wandgemälde des H. An-dreas, dessen Gebeine t208 hjeher gebracht wurden.In der Kzrche ist eben nichts Merkwürdiges; sie ist