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Dritter Band.
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seitdem davon gesehen habe, iA es ein rundes Ge-bäude, das innerhalb auf verbundenen Saulenpaarenruht, also dem s. g. Bachus-Tempel bei S- Agnes«außerhalb Rom sehr ähnlich, und vermuthlich auchaus Konstantins Zeit. In der Mitte ist ein acht-eckiges Taufbecken, mit Stufen nach der Tiefe hinab,und kleinen antiken Säulen aus köstlichen Steinartenumher, die aber durch kein Gebälk und Überbau ver-bunden sind, wie die um das ebenfalls achteckige Tauf-becken Konstantins in Rom . Bekanntlich geschah frü-her, nach dem ersten Vorbilde der Taufe, diese, be-sonders an Erwachsenen, so, daß sie ganz entkleidet,wie zum Bade, in das Becken stiegen. Nun wa-ren wir wieder in der weiten fruchtbaren Ebene umden Vesuv , sahen die weiureichen Fluren von Grag-uano, und darüber am Berge, Scanzano und Vet-tere, und den schönen AuSgangeort unserer glücklichenReise, Castellamare. Bei Scafato kamen wirüber den Sarno, der ziemlich wasserreich ist. Auchkonnten wir nicht unterlassen, in das aufgegrabenePomvefi, das dickt am Wege liegt, einen Blick derErinnerung zu werfen; und jetzo war mir gleich vornder älteste Griechische Tempel darin höchst merkwür-dig, weil er zwar kleiner, doch ganz eben so gebautwar, wie die zu Pästum, von denen ich eben herkam.Die wenigen übrigen Trümmer, an denen hohe Alse-AanLcn stehen, lassen vermuthen, daß er schon vor») Vgl. die Abbildung bei Ngincourl, Archik. vin.