Band 
Dritter Band.
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Katharina (die eben soGrafBrühl in Dresden besaß),sind höchst liebenswürdig, treten aber nicht bedeutendheraus. Von Parmigianio dagegen, der ihm an-fangs nachahmte, stellt sich ein lebensgroßes Bildnißdes ColumbuS in die Reihe der ersten Bildnisse inder Welt, und darf die Nähe Raphaels, seines gro-ßen Vorbildes, keincSwegeS scheuen: nicht herrlicherund tiefsinniger kann man sich den Weltentdecker vor-stellen; und vollkommen und lebhaft in allen kleine»Theilen ist die Ausführung. Was solche Wahrheitund Lebendigkeit vermag, zeigt noch ein anderes le-bensgroßes Bildniß desselben Malers, seine eigene,nicht eben schöne noch geschmückte Hausfrau: aberso unbefangen und sprechend steht sie da, daß mannichts angenehmeres sehen kann. Diese beiden Bil-der sind Perlen der ganzen Sammlung, und vielleichtdie schönsten ihres Meisters. Ein Johannes vonLenardo da Vinci, ist viel tiefer und ächter, alsder in der großen Sammlung; und eine Mutter mitdem Kinde und zwei Anbetungen des Kindes vonLuino , weisen wieder auf jenes zauberische UrbildLenardo'S zurück. Auch von den älteren Meister»sind einige erlesene Stücke da: eine Geburt deö Kin-des von Giotto; der H. Lorenz, von Mantegna ;und von Bellino ein Verklärung. Endlich gehtauch die Altdeutsche Schule nicht leer auö: ein klei-ner Altar mit zwei Flügeln, worauf die Kreuzigung