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Dritter Band.
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immer den ihm gegenüber stehenden reichgeputzten underleuchteten Heiligen und sein Herz an, das derselbeam Bande auf der Brust trug. Die Zuhörer wurdenauch mitunter zum Stillsitzen ermähnt, und ihneneingeschärft, cS wäre kein Spaß noch für die Lange-weile. Das Ganze hatte freilich ein sehr theatrali-sches Ansehen (wie überhaupt die Predigten der leb-haften Maischen), und war gar nicht sehr von denSzenen und Volksreden am Hafen verschieden: den-noch war es so heiter und gemüthlich, und gewißsehr erbaulich.

Das allerletzte, was ich in Neapel sah, war nichtdas bcßte, Menschenhaß und Reue, weil es inder That beides erregt: es wurde aber vortrefflich ge-spielt, der Menschenhaffer von Demarini und dieReuige von der tief leidenschaftlichen Tessari. DerInhalt muß zumal den Jtaliänern wunderlich vor-kommen, wo die Mädchen keuscher und züchtiger sind,als bei uns, die Weiber sich aber für den Zwang völ-lig schadlos halten dürfen. Ich blieb nicht bis znEnde, sondern eilte lieber in unsere Königliche Her-berge, wo wir mit unsern zurückbleibenden Freundenuns letzten.

Wir wollten eigentlich einen andern Rückwegnach Rom nehmen, und hinter Capua ins Gebirge,über das uralte Kloster Monte Cassino und S-Eermano, wo eine eben so alte Bibliothek ist, und