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gen sich oben verengenden Knäufe deckt und sehr hochist, wie an den Tempeln zu Pästum. Dort ist dieSäule, die auch unten wohl aus Blättern sich entfal-tet, und wie der Lotos aus seiner Wurzel steigt, nochmehr der grünende und blühende Stein: dagegen beiGriechen und Römern mehr der versteinte Mensch, dieKaryatide: daher auch Vitruv bei der Geschichte undden Masten der Säulen nicht die Pflanze und denBaum, sondern den Menschen zum Grunde legt. —Dem Vesta-Tempel hier in Livoli fehlt die Kuppel;die Zelle mit zwei Fenstern neben der Thür ist abernoch in Gebrauch. Alles ist jctzo, durch die Franzosen ,nett eingerichtet, die hohe Mauer unten um denTempel weggebrochen, und umher eine freie Terrasseüber der Schlucht des herauf rauschenden und stäu-benden Wasserfalls. Gewöhnlich heißt er Sibyllea-Tempel: aber wenn jener runde Tempel in Rom einTempel Per Vesta ist (und nach Plinius sollten sie im-mer rund sein), so gehört ihr auch dieser wohl an;denn beide sind sich vollkommen gleich, auch in derGröße. Und wie dort daneben der Tempel der Fortu-na Virilis steht, so hier ein ähnlicher kleiner vier-eckiger Tempel, mit einer Vorhalle von vier IonischenSäulen, die für die jetzige Kirche eingemauert schei-nen, aber vielleicht auch nur Halbsäulen sind. Hiermag die Tiburtinische Sibylle gehauset und ihreBiätter geschrieben haben, wenn sie unten in den Grot-