Buch 
Malerische Reise durch einen grossen Theil der Schweiz vor und nach der Revolution / [Hrsg. Reichard]
Entstehung
Seite
389
JPEG-Download
 

( 589 )

ter freyem Himmel zubringen konnte, und zwar nach sol-chen Strapatzen und Anstrengungen.

Im August, bey Sonnenschein, und um Mittag, stehtschon der Thermometer, ein Grad unter o; nun denke manfich vollends die Nacht,Kälte auf dieser Höhe, und ihreWirkung auf diese, vorn Schweiß durchnäßte, Körper.' Beyandern Menschen müßte sie tvdtlich gewesen seyn, und denFeldherrn mit Besorgnissen erfüllt haben, allein Bona-parte wußte, daß die morgenden Fatigue» des Hinabstri,gens, den erstarrten Gliedern ihre. erste Elasticität, wieder-geben würden. Einige gebrochene Hälse, zerbrochene Beine,und Arme abgerechnet, Zufälle, die bey einer solchenPassage und bey einer so großen Anzahl Mensche» undThiere unvermeidlich waren, ist Alles glücklich von stattengegangen. Der Soldat zog einzeln hinter einander her;keiner wagte eS, an seinen Kameraden sich vorzudrängen,weil tief im Schnee Versinken, die unvermeidliche Folgedavon war; oft machte die Tete Halt, dann tauchte derSoldat sein Kommiß-Brod in geschmolzenes Schnee,Was-ser, um sich zu erfrischen, und es dünkte ihm das köst-lichste Mahl.' Die Kanonen « Röhre wurden in ausgehöhl-ten Baumstämmen fortgeschleift; 5 bis So» Menschen,