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«îelen Mühseligkeiten und Gefahren der Gemsen , Jagd.Sie treiben dieses mühselige Handwerk mit einer ausservr-deutlichen Kühnheit. Man siehet sie, Tage lang, die unzu.Sanglichsten Gebirge durchstreichen; bis in die innerstenWinkel der Eiskiüfte hineinbringen; die fürchterlichstenPfade mit einer Unerschreckenheit betreten, die nahe anVerachtung des Lebens gränzt; und ganze Nächte, unterfreyem Himmel, in Gegenden zubringen, wo uns, in derMitte des Tages sogar, die Kalte beynahe unerträglich ist.Alles dieses thun sie aus einer Neigung, die in Leur Cha-rakter des ganzen Volkes gegründet zu seyn scheint."
Die Gemse ist ein äusserst merkwürdiges Thier, dessenNaturgeschichte noch lange nicht hinlänglich aufgeklärt ist.Ohne das zu wiederholen, waS in so vielen Büchern aus,gezeichnet zu finden ist, will ich nur Einiges anführen,was ich theils auf meinen Aloen-Steifen selbst beobachtet,theils von glaubwürdigen Jägern erzählen gehört habe.
Die Gemse iß unter allen Thieren eines der leichtfüßig,sten und schnellsten. Die Muskeln ihrer dünnen Beinehaben aufferordrutliche Kraft. Bey ihrer Flucht pflegt -e dirBeine auf den Boden mit aussrrordentlicher Kraft s?stzrr-
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