2l8 Iralianer.
Camillus Procaccin^, geb. ,54s. zu Belog-na. Bcy dem Vatcr genoß er den ersten Unterricht,übertraf ihn aber gar bald: Er liebte daS Ausseror-dcntlichc in den Gedanken, hatte eine leichte und zier.lichc Hand, und suchte den Parmesan in Kopsen,mrd Mich. Angela in stark ausgedrückten Umrissennachzuahmen.
Dieser Künstler lebte vornehm und glücklich, undstarb 1626. zu Mayland. Er hat mit eigner Handdre» Stücke radirt. Nämlich:
1.) Die Verklärung , ein grosses Blatt, in die Höbe.
Tb«» dieselbe. ; ) Dir Flucht nach Eqopten Zwey«>n«l. 4.) Ei» H- Franclseu« der die Wundmahlt empfän t,ist mit der Iahrzahl > ;-i. dcui.chnet. Von diesem Stücke'hat IustuS Sadelcr einr Kopie gemacht.
Allton Temprfta, geb. izzr- zu Florenz.Lernte ben Iohann Stradanuo, übertraf seinen Lehr-meister an fruchtbarer Erfindung, behielt aber seineplumpe Manier bey. Er hat eine Menge Blättergeliefert. Schlachten und Jagden waren seine Ge-genstände. Sein Verdienst besteht im Ausdruckesin der Zeichnung, und in grossen Gedanken. DieFiguren find oft zierlich und voll Grazie; die Köpfegeistreich und gut gezeichnet. Wenn seine Pferde
gleich