Kornlienmoos
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Korea
bäume, Ademanthera pavonia, der auch Condoriheißt uud iu Ostiudien und Brasilien einheimisch ist,kommen soll. Da es sehr theuer ist und sich wegenseines starken Harzgehattes schwer bearbeiten läßt,wird es nur selten benutzt.
Korallenmoos, Meermoos, Flechtenko-ralle, Mooskoralline oder Coralline,Muscus corallinus oder marinus, Coral-lina, ein Meergewächs, das Manche für eine Ko-ralle , also für die Wohnung eines Thieres halten,während es jetzt erwiesen sein soll, daß es eine wirk-liche Pflanze ist, welche durch angesetzte Kalktheileversteinert oder mit einer Steinrinde überzogen ist.Es findet sich besonders im mittelländischen Meere,wo es in Form kleiner Büschel von 1—4 Zoll Höheauf Steinen oder Muscheln festsitzt, und hat dünne,runde gegliederte, graue, gelbliche oder röthlicheStengel, welche in der Jugend grünlich von Farbeund biegsam sind, aber bald verkalken sollen. Siehaben einen Seegeruch und einen schwachen bitterlichsalzigen Geschmack und wurden früher in der Medi-zin gebraucht, was aber jetzt selten mehr geschieht.
Korallenmorchel, s. Z i e g e n b a r t.
Korallenweizen wird der Dinkel zuweilengenannt.
Korallenwurzel, s. E n g e l s ü ß w u r z e l.
Korb, ein Maß für verschiedene trockene Artikel.
Korbwaaren, die verschiedenen, aus ganzen odergespaltenen Weidenrnthen oder aus Holzspänen ge-flochtenen Körbe und anderen Gegenstände, welchevon den Korbmachern in Städten und auf demLande verfertigt werden. Außer den vielen Artengewöhnlicher Körbe, welche iu der Haus- und Land-wirthschaft und bei verschiedenen Gewerben, meist ingroßer Menge gebraucht werden, verfertigen dieKorbmacher jetzt auch allerhand künstliche und ele-gante Arbeiten, zwar ebenfalls nur aus Ruthen,aber in geschmackvollen Formen und durch Beizen,Lackirung, Bronzirung rc. verschönert, uud zwaraußer den verschiedensten Obst -, Brod-, Wand-,Papier-, Handkörben rc. namentlich Tischchen, Lehn-u. Armstühle, Bänke, Sessel, Etagbren, Blumenge-stelle, Zimmerlauben und viele andere Dinge. Die-ses früher so gering geachtete Gewerbe hat sichdadurch auf einen wirklich künstlerischen Standpunkterhoben und einen Aufschwung gewonnen, von demman vorher keine Ahnung gehabt hat, denn dieseeleganten Korbwaaren sind überall ein beliebterLuxusartikel geworden und werden weit versendet.Man verfertigt sie in Deutschland namentlich inWien, Berlin, Dresden, Leipzig rc.
Korduan oder (nach der französischen Benennung)Marokiu heißt ein seingenarbtes, gefärbtes, sehrgeschmeidiges Leder, das Aehnlichkeit mit dem Saffian,aber.kleinere Narben als dieser hat. Er hat seinenNamen von der Stadt Cordova in Spanien, woer von den Mauren, als diese den größten TheilSpaniens inne hatten, zuerst verfertigt worden seinsoll, sowie auch der französische Name Maroquin vonMarokko entnommen ist. Man verfertigt nochjetzt den besten, besonders von gelber Farbe, in Spa-nien, außerdem auch in Kleinasien, Syrien, im süd-lichen Rußland, der europäischen Türkei, den Bar-bareskenstaaten, ferner in Frankreich, Deutschland,Polen und mehreren anderen Ländern. Er wirdaus Ziegen- und Bockfeüen, mit Sumach, Galläpfelnund Thran bereitet und meist auf der Haarseite roth,blau oder gelb gefärbt. doch kommt er auch in ande-ren Farben und weiß vor, auch gibt es rauhschwar-
zen, der auf der Fleischseite schwarz gefärbt ist. Dertürkische und levantische komint meist von Smyruaüber Livorno, Venedig, Ancona rc., der gelbe gehtbesonders nach Frankreich und England, der blauenach Holland. In Deutschland wird er an inehre-ren Orten und meist ebenfalls in sehr guter Quali-tät verfertigt, namentlich in Danzig, Lübeck, Krakau,Leipzig rc. Den von Bockfellen, welcher stärker ist,als der von Ziegenfellen, verarbeiten besonders dieSchuhmacher, den letzteren die Buchbinder, Tape-zierer (zu Stuhl- und Sophapolstern), Handschuh-macher rc. Mau muß darauf sehen, daß der gefärbteganz rein und ohne Flecken ist und daß der rauh-schwarze keinen grauen Schimmer, sondern eine tief-schwarze Farbe hat und sich wie Sammet anfühlt,auch auf der Haarseite schön weiß ist. Der rothe istentweder mit Cochenille ächt roth oder mit Rvthholzunächt gefärbt. Er wird nach dem Gewicht verkauftund ist so sortirt, daß ein Decher von 10 Stückimmer Felle von verschiedener Qualität enthält.
Korea ,Koorai, Kaoli oder Tschaosiang,große Halbinsel, die sich von der Ostküste Asiens nachSüden zwischen dem gelben und dem japanischenMeere bis in die Nähe der japanischen Insel Kiusuerstreckt und zu der im Süden und Westen mehrerekleine Inseln gehören. Ihre Größe beträgt 6 bis7000 Meilen, die Einwohnerzahl wird sehr ver-schieden, von 1^2—15 Mill. angegeben, wahrschein-lich aber viel zu hoch, denn nach neueren Nachrichtenist das Land, seitdem es im 16. und 17. Jahrhundertvon den Japanesen und Chinesen großentheils ver-wüstet und viele Bewohner ermordet worden, ent-völkert geblieben und befindet sich in dem elendestenZustande. Die spärlichen armen Bewohner bauenin den engen Bergschluchten den Reis, ihre gewöhn-liche Nahrung, und auf den Bergen Mais undHirse, und werden von einigen Tausend fauler undzerlumpter Edelleute gedrückt, die sich das Recht an-maßen, auf Kosten der Regierung und des Volks zuleben. Das Land soll sowohl an Japan als anChina Tribut zahlen uud der Beherrscher schicktjährlich zweimal eine Gesandtschaft nach Peking, umwie andere Vasallenfürsten dem Kaiser seine Hul-digungen darbringen zu lassen und von dem Tribu-nal der Mathematiker den Kalender für das nächsteJahr zu empfangen. Mit China haben die Koreanernur 2 Berührungspunkte: den einen an der Küstedes japanischen, den anderen unweit der Küste desgelben Meeres, wo alle zwei Jahre der Handelsaus-tausch zwischen den beiden Völkern stattfindet; sonsthindert überall neutrales Gebiet oder Wüsteneienund uudurchdringlicheWälder die Verbindung mit derchinesischen Provinz Liaotong uud der Mandschurei.Von der letzteren ist das Land außer durch hoheSchneegebirge auch durch eine Palissadenwand ge-trennt. Au Verkehr mit Europäern ist jedoch nichtzu denken und das Land ist daher so gut als unbe-kannt- Das Klima ist besonders im nördlichenTheile ziemlich kalt mit viel Schnee, iin Süden an-genehmer. Die Produkte sind im Allgemeinen diedes nördlichen China; die Viehzucht und Fischereisoll nicht unbedeutend sein, auch Bergbau, Seiden-und Baumwollenweberei, Verfertigung von Por-zellan und Baumwollenpapier und Schifffahrt be-trieben werden; ein Hauptgegenstand des Handelssoll Ginseng sein. Die im Innern liegende Haupt-stadt heißt Kingkitao; die größte der im Südengelegenen Inseln heißt Quelpaert und nördlichdavon liegen die A m h e r st - I u s e l n.