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Lachs
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L. auf Courszetteln bedeutet Lettres oderBriefe; s. Courszettel.
Labdanum, s. Ladangummi.
Laberdan, s. Kabliau.
Labiza, ein festes, wohlriechendes Harz von einemBaume in Nordamerika, das sich drechseln läßt.
Labkraut, gelbes, Waldstroh, Fraueu-bettstroh, ,6a1ium verum, eine in Wäldernund .auf Wiesen in Deutschland wachsende, 2 Fußhohe Pflanze, mit wirtelformig stehenden Blätternund gelben, eine Rispe bildenden, wohlriechendenBlumen, die nebst den Blättern früher in der Medi-zin gebraucht wurden; auch bedient man sich dessel-ben zuweilen wie des Labs zum Gerinnen der MilchHerder Käsebereitung. Aus ihm wird die Galitan-säure, eine Art Gerbsäure gewonnen, die vonEisenchlorür eine dunkelgrüne, von Bleiesstg einegelbe Fällung macht. Sie hat einen bittern zusam-menziehenden Geschmack. Außerdem enthält es nochCitronen- und Rubichlorsäure. Die Wurzeln dieserund mehrerer anderer Galium-Arten, wie G.mullugo,sylvaticum, tinctorum, boreale, rubioid.es , gehet!eine rothe Farbe und werden daher in manchenGegenden wie der Krapp zum Färben gebraucht,auch zujveilen wilder Krapp genannt; dochbraucht man drei- bis viermal so viel davon als vomKrapp. Die Blüthen können zum Gelbfärben be-nutzt werden.
Lablab, ein in Ostindien, Aegypten,Westiudien rc.wachsender und auch angebauter, immergrünerSchtingstrauch, welcher 4 Zoll lange und l 3 / 2 Zollbreite Hülsen mit großen schwarzen oder röthlicheuSamm trägt, die als Speise und auch als Mittelgegen Brustkrankheiten dienen.
Labora nennt man eine Art unförmlich geschliffe-ner ostindischer Diamanten.
Labrador oder Neubritannien, große Halb-insel in Nordamerika zwischen 50 und 63» nördlicherBreite und 37 — 62» westlicher Länge, umgeben imWesten von der Hudsonsbai und Jamesbai, imNorden von der Hudsousstraße, im Osten vomatlantischen Ozean und im Süden von dem Loreuz-golf und Untercanada, von Neufundland durch dieStraße Belleisle getrennt. Die Größe wird zu24,000 ^Weilen angegeben; die Zahl der einheimi-schen Bewohner., größtentheils Eskimos, welche be-sonders den nördlichen Theil und die Ostküste be-wohnen, beträgt nur etwa 4000; außerdem habensich im Süden mehrere britische Matrosen als Pflan-zer niedergelassen, an der Ostküste befinden sich einigeenglische Fischerstationen und 4 Missionsorte derherrnhuter Brüdergemeinde, und an der WestküsteNiederlassungen der Hudsonsbaicompagnie, die ihrePosten auch über das Innere ausgebreitet hat undüberhaupt das Land als ihr Gebiet betrachtet. DasLand, dessen Inneres noch sehr wenig bekannt ist, istkalt und unwirthbar, mit Felsen, Morästen undSeen bedeckt und mit geringer Vegetation; nur inder südlichen Hälfte findet man verkrüpelte Tannen,Birken, Weiden und Pappeln, und au geschützten
Stellen Gras. Außer den Seen gibt es mehreregrößere und kleinere Flüsse, die sich meist in dieHudsonsbai ergießen. Die Hauptprodukte sind Fische,besonders Salmen in den Flüssen und Kabliau ander Ostküste, auch Seehunde und Pelzwerk. Fischereiund Jagd sind fast die ausschließlichen Beschäftigun-gen der Einwohner, die nur in den europäischenNiederlassungen etwas Kartoffeln, Kohl und Rübenerbauen; alle übrigen Bedürfnisse werden ihnen ausEngland zugeführt, oder sie tauschen sie von denfremden Schiffern ein. Am bedeutendsten ist dieFischerei an der Südostküste, wo sie hauptsächlich vonAmerikanern und Engländern und zum Theil auchvon Franzosen betrieben wird. Außer den gewöhn-lichen Pelzthieren gibt es auch Nennthiere und anden Felsenküsten viele Eidergänse. Von Mineralienist nur der Labrador st ein oder farbenspieleudeFcldspath bemerkeuswerth, der sich am schönsten ander Ostküste bei Nain findet. Die jährliche Ausfuhrbeträgt 2 Millionen L; die Einfuhr 600,000 $. —Der Hauptposten der Hudsonsbaigesellschaft ist E a stMain au der Mündung des gleichnamigen FlusseSin die Jamesbai, und außerdem befinden sich an derWestküste noch mehrere Posten, welche durch Flüsseund Seen in Wasserverbindnng mit denen im In-nern stehen. Die Herruhuterstationen sind vonNorden nach Süden: Hebron, Okak, Nain undHoffenthal. Jede dieser Niederlassungen hat4 Missionaire und besteht aus einer Kirche, einemMagazin, einem Wohnhaus für die Missionaire,Arbeitsschuppen für die eingeborenen Handwerker,und den Erdhütten der Eskimos, welche ziemlich kul-tivirt und zu gesitteten Christen geworden sind.Labradorstein, s. Feld spath.
Labradorthee, s. Gaulterienblätter.
Labyza, ist ein dem Bernstein ähnliches, aberwohlriechendes Gummi, welches von einem Baumein Südcarolina gewonnen wird. Man bereitet ausihm allerlei Schmucksachen, Halsbänder rc.
Lae oder Lacre bedeutet in Ostindien eine An-zahl von 100,000, .ein Lac Rupien also 100,000Silberrupien (s. O st i n d i e n).
Lacca, s. Lack.
Laccä coerulea oder musica, s. Lackmus.
Lacerta marina, s. Meerstinz.
Lachenknoblauch, Waldgamander oderknoblauchduftiger Gamander, Teucriumscordium, eine in Gebüschen, Sümpfen, allFlüssen und Wassergräben wachsende ausdauerndePflanze, mit 6—8 Zoll hohem, fein wolligem Sten-gel, länglichen, gezähnten, etwas behaarten, grau-grünen Blättern und röthlicheu, in den Blattwiu-kein sitzenden, seltener weißlichen Blüthen-Die ganze Pflanze hat einen Knoblauchgeruch, dersich jedoch durch das Trocknen größtentheils verliert,und einen bitteren, scharfen, etwas zusammenziehen-den Geschmack. Das Kraut, Herba Scordii, undder daraus bereitete Extract, wird in der Medizingebraucht; auch färbt die Pflanze gelbgrün.
Lachs oder Salm, SalmoSalar, ein Rand-