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Zweiter Band.
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Lankiithiniikir

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Lava

1 k Ouint; von 5,2, 1 u. y 2 Oertgen rc. nach derDecimaleiutheilnng. — Medizinalgewicht. 1Unze a 8 Drachmen, a 3 Skrupel, L 20 Gran. DieUnze hat 6 Quint, die Drachme 7y 2 , der Skrupel2y 2 , der Gran 0,i2g Oertgen des allgemeinen Ge-wichts.— Gold- und Silbergewicht ist eben-falls das Landesgewicht. — Juwelen- und Per-lenge wicht ist das holländische Juwelenkarat.

Lauentlinuen, s. Löwentlinnen.

Laufende Course, so viel als Tagescourse.

Laufende Rechnung nennt man ein Conto, dasmit einem Geschäftsfreunde durch fortwährende Ge-schäfte ununterbrochen fortgeführt und am Jahres-schlüsse oder auch zu einem andern Termine abge-schlossen wird. Man benennt es auch mit dem ita-lienischen Namen Conto corrente, und daher heißteine Abschrift desselben, welche zum Behuf des Ab-schlusses ausgefertigt wird, ein Contocorrent.

Laufender Preis, Marktpreis, s. Preis.

Laufende Schulden pflegt man diejenigenAußenstände zu heißen, welche bis zum nächstenBücherabschluß fortlaufen und dann erst abgerechnetwerden.

Laufende Wechsel nennt mau die auf Jeman-den gezogenen und noch im Umlauf befindlichenWechsel; doch wird der Ausdruck nur von dem Be-zogenen oder mit Beziehung auf denselben gebraucht.

Laugensalze oder Alkalien sind eine ArtSalze, welche den Säuren entgegengesetzt wirken, sievollständig neutralisiren und dabei selbst ihre Eigen-schaften mehr oder weniger verändern. Sie zeichnensich besonders durch einen eigenen scharfen, langen-artigeu Geschmack aus und durch die ätzende Kraft,die sie im ganz säurefreien Zustande vorzüglich austhierische Körper ausüben, indem sie das Fett, dieFasern und ähnliche Substanzen, sowie auch diePflanzenöle auflösen und seifenartige Verbindungenmit ihnen bilden. Blaue Pflanzenstoffe färben siegrün, denen, welche durch Säuren roth gefärbtwaren, geben sie die blaue Farbe wieder; gelbe fär-ben sie braun und rothe violett. Es sind namentlichfolgende: 1) Das Kali oder vegetabilischeLaugensalz; 2) das Natron oder minera-lische Alkali; unter der letzteren Benennung be-greift man jedoch auch 3) das Lithion oder dasSteinalkali, und diese drei werden feuerbe-ständige Laugensalze genannt, zum Unterschiedevon 4) dem Ammoniak oder dem flüchtigenLaugensalz. Man findet über sie das Nähereunter besonderen Artikeln.

Laugensalz, flüchtiges, einfach kohlen-saures, auch anderthalbkohlensaures odermildes Ammoniak genannt, 8a1 volatileSalis aramoniaci, Sal alcali volatile oderAmmonium carbonicum siccum, ein weißes,aus mehr oder weniger durchscheinenden Rinden mitfaserigem Gefüge bestehendes Salz von stark ammo-niakalischem Geruch und alkalischem Geschmack, dasin der Medizin und Chemie gebraucht wird. Manverfertigt es, besonders in England, durch Sublima-tion von Kreide und Salmiak. Es ist weiß krystalli-nisch, unlöslich in Wasser und Weingeist, schon beigewöhnlicher Temperatur fliichtig und muß dahersorgfältig verwahrt werden, weil es sonst verdunstet.In 3 Theilen Wasser aufgelöst, heißt es w ässer i g eskohlensaures Ammoniak, Liquor Ammo-niaci carbonici aquosus.

Lauis, s. Lugano.

Laurentius, der persönliche Schutz, ein

Geheimmittel, welches zugleich mit dem berüchtigtenBuche gleiches Namens ausgeboteu und angepriesenwird. Die Flasche von ca. 100—120 Unzen kostetnur 40 Thaler, und der kostbare Inhalt derselben,zur Wiederherstellung der verlorenen männlichenKraft bestimmt, besteht aus schwefelsaurem Chinin,Chloreisen, Wein (Weinstein) und Alkohol. DieFlasche läßt sich für ca. 1 Thlr. herstellen.

Laurin, Laurostearinsäure, s. Lorbeer-baum.

Lausanne, Hauptstadt des SchweizerkantonsWaadt, y 2 Stunde vom Genfersee,- an dem sich beidem Dorfe Ouchy der Hafen der Stadt befindet,mit 20,500 Einw. Es ist auf 3 Hügeln sehr un-regelmäßig erbaut, hat eine schöne gothische Kathe-drale, Akademie, Arsenal, großes Strafhaus, Thea-ter, viele Unterrichts - und Erziehungsanstalten undist der Sitz mehrerer gelehrten und religiösen Gesell-schaften. ES gibt hier mehrere Fabriken von Gold-und Silberwaaren, Leder, und in der neueren Zeitist auch die Uhrenfabrikation eingeführt worden; inUmgegend wird bedeutender Weinbau getrieben,dessen Erzeugniß einen wichtigen Handelsartikelbildet; auch ist der Handel mit anderen Landespro-dukten und die Spedition nicht unbedeutend undwird durch die Dampsschifffahrt auf dem Genferseesowie durch die schweizer Westbahn begünstigt. EineHauptnahrungsquelle der Bewohner sind die vielenFremden, welche die schöne Umgebung des Sees be-suchen und sich auch oft längere Zeit hier aufhalten.

Bank. Die Banque cantonale Vaudoise, welchehier ihren Sitz hat, entstand als erste schweizerischePrivatbank mit Staatsbetheiligung im Jahre 1816und besitzt ein Grundkapital von 2,900,000 Fr. in2500 Actien L 580 Fr. Ihre Geschäfte bestehen imDiLcontiren von Wechseln und Billets an Ordre, inJncasso von Handelseffecten auf Rechnung vonHandelshäusern, Privatleuten und öffentlichen An-stalten; in Annahme von Geldern auf laufende Rech-nung ; in Annahme von Werthtiteln, edeln Metallenrc. zur Anfbewahrung; in Vorschüssen gegen Hinter-lagen , oder gegen Verpfändung von Produkten desAckerbaus und der Industrie; in Eröffnung vonKrediten an Bürger, Handelshäuser und öffentlicheAnstalten; in Anlage von Geldern auf Hypotheken;in Ausgabe von Bankscheinen, zahlbar an den In-haber und auf Sicht rc.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,s. Schweiz. -

Lauteres Maß, s. v. a. Hellaichmaß, s. d.

Lava ist die aus feuerspeienden Bergen fließendeglühende und geschmolzene Masse, welche nach demErkalten hart wird und so in der Nähe noch thätigeroder erloschener Vulkane oft ziemlich ausgedehntedicke Lagen bildet, die nach längerer Zeit an derOberfläche verwittern nnd sich in fruchtbare Erdeverwandeln. Ihre Zusammensetzung, ihr Aussehenund sonstige Beschaffenheit ist sehr verschieden, dieFarbe grün, roth, braun, grau. Gewöhnlich enthältsie verschiedene Kiesel- und Thonarten, Kalk, Eisen,Natron, Salz rc.; oft haben sich in ihrem Innernvon dem darin eingeschlossen gewesenen Wasser oderGas größere oder kleinere Höhlungen gebildet, dienicht selten mit Krystallen von Leucit, Augit, Olivinund dgl. ausgefüllt sind. Ebenso verschieden ist siean Härte, Dichtigkeit, Gefüge und Farbe; die letztereist grau, schwarz, gelblich, röthlich, grünlich rc., derBruch grob- oder feinkörnig, splitterig, muschelig;oft ist sie porös oder schlackig rc. Häufig gibt sie