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Zweiter Band.
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133
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Lübeck 133 Lüneburg

100 Lübecker Roggen- und Weizenscheffel (Hart-kornscheffel) sind -----

23, m Maltern in Baden.

15,so8 Scheffeln in Baiern.

111,396 Himten in Braunschweig.

46,8^ Scheffeln in Bremen.

24, ^8 Tönden in Dänemark.

11,ggi Quarters in England.

30,»g9 Maltern in Frankfurt a. M.

34,891 Hektolitern in Frankreich.

63,i2i Faß in Hamburg.

111,87i Himten in Hannover.

34,691 Zakken in Holland.

24,960 norwegischen Tonde.

152,u9 Scheffeln in Oldenburg.

63,i2i Scheffeln in Preußen.

16,529 Tschetwert in Rußland.

156,go9 Simri in Württemberg.

Malz wird nach dem Schiffpfund von 280 Pfd.verkauft. Die Tonne Salz enthält 39 Stübchen,die Tonne Steinkohlen 38 Stübchen des Flüssigkeits-maßes; beide Artikel werden gehäuft gemessen.

Flüssigkeitsmaß Das Fuder Wein hat 4Dxhoft a IV2 Ohm ä 4 Anker k 5 Viertel k 2 Stüb-chen ä 2 Kannen ä 2 Quartier ä 2 Plan! ä 2 Ort;das Stübchen ist — 3,6.375 Liter, die Ohm also1451/2 Liter.

100 Stübchen sind —

242,501 Maß in Baden.

340,268 Maß in Baiern.

388,275 Onartier in Braunschweig.

112,gis Stübchen in Bremen.

376,508 Potter in Dänemark.

30,„go Gallonen in England.

202,gi5 Altmaß in Frankfurt a, M.

363,752 Liter in Frankreich.

50,20» Vierteln in Hamburg.

186,829 Kannen in Hannover.

376,s„g norwegischen Potter.

317,879 Quart in Preußen.

29,57g Wedro in Rußland.

138,009 Hellaich-Maßen in Württemberg.

1 Faß Branntwein ist -----1 Oxhoft, 1 Faß Bieraber -----1 Ohm des Weinmaßes. Beim Kleinhandeldedjent man sich entweder des Kroß oder der Kannedon 2 Kroß; das erstere ist zwar ursprünglich daserwähnte Quartier, ist aber jetzt etwas größer, näm-üch 0,giio Liter.

Handels-Gewicht wie Hannover. DerZentner hat 100 Pfd. L 10 Neuloth. Das Neulothhat 10 Quentin ä 10 Hatbgrammen. Die Schiffs-last für Schiffsabgaben und L>chiffsmessungen hatb« Seeschiffen und scharf gebauten offenen Fahr-zeugen 4000 Pfd.; bei flach gebauten Fahrzeugenvnd Flußschiffen 5000 Pfd. Die Collektivnaiuen^?chisfpfund, Liespfund, Stein rc. begreifen..^gleiche Anzahl neue Pfund, als sie ehemals alteWlsche Pfd. bezeichneten. Der Stein Wolle hatf 0 Psd.; die Tonne Butter großes (bücket) Band,lowie Lüneburger Salz und Honig hat 280 Pfd.,vre Pipe Oel bedeutet 820 Pfd. Ntto. Die Kiepeschollen hat 30 Stiegen L 20 Stück, das Wall FischeA Stück, die Rolle Stockfisch oder Rundfisch 180^>tück. — Gold- und Silbergewicht (s. Ham-urg). 1 Mark wiegt 233,793 Gramm. Berar-

1« m * 1 . e ‘ nem Doppeladler bezeichnetes Silber

löthig. — Münzgewicht. Seit dem 20.

^^0 ist die deutsche Münzmark, d. h. dievlsherige preußische Mark und Münzmark der Zoll-

vereinsstaaten zu 233,855 Gramm als LübeckerMünzgewicht eingeführt. — Medizinalgewicht.Bei diesem bildet die Einheit das Medizmalpfundvon 12 Unzen (= 360 Gramm) ä 8 Drachmen ä3 Skrupeln ä 20 Gran.

Platzgebräuche. Die Preise der meisten Ge-wichtswaaren werden per 1 Pfd. oder pr. 100 Pfd.notirt; Blei, Eisen, Kupfer, Flachs, Hanf, Heede,Hopfen, Speck, Talg pr. Schiffpfd. von 280 Pfd.;Leim und russische Lichter pr. Liespfd.; Wolle pr.Stein von 20 Pfd., dänische, isländische und russischejedoch pr. 1 Pfd.; Häute und Felle meist pr. Dechervon 10 Stück, mebrere, besonders große, pr. Psd.,Hasenfelle pr. 10!) Stück; Ochsenhörner, Hornspitzenund Hornplatten, Matten rc. pr. 100 Stück; Oel-kuchen pr. engl. Tonne von 2032 neue Pfd.; Säelein-saat, grüne Seife, Pech, Theer, Thran, Heringe,Alaun, Salz, Steinkohlen pr. Tonne, Schlaglein-saat pr.2M Pfd. Btto., Rappsaat pr. Holstein. Tonne.— Die meisten Waarenverkäufe geschehen aus2 Mon.,bei einigen Artikeln (namentlich Wein, Rum, Spiri-tus rc.) auf 3 Mon. Zeit, oder bei baarer Zahlungmit 1—11/2 0/0 Disconto. Die Eourtage ist sehr ver-schieden und schwankt zwischen 1 / i und 1%; für Asse-kuranzen Vs%; sie wird vorn Käuferund Verkäuferbezahlt. Gutgewicht ist seit 1861 abgeschafft.

Banken rc. 1) Privatbank. Mit dem Jahre1856 ist an Stelle der früheren Privat-, Disconto-und Darlehnkasse, die neue „Lübeker Privat-Bank" erstanden, mit einem Grundkapital von1 Million Mark, in Actien zu 200 Thalern des14-Thalerfußes (---- 500 Mark). Ihre Operationenumfassen den Ein-und Verkauf von StaatSpapieren,Obligationen, Actien, Papiergeld (auch Banknoten).Gold und Silber; Darleben gegen mobiles Unter-pfand, an die städtischen Behörden und gesetzlich an-erkannte Corporationen; Conto-Corrente, jedochohne Blanco-Kredit; Wechsel-Discoutirung undNotenausgabe. Die Banknoten lauten in ganzenThalern des 14-Thalerfußes und nicht unter 10Thalern. In den öffentlichen Kassen werden sie anGeldesstatt angenommen. — 2) Commerz dank.Diese Bank ist am 1. Juni 1859 an die Stelle dervormaligen Kredit- und Versicherungsbank getreten;Grundkapital: 1,250,000 Thlr.. bestehend in volleingezahlten 12,500 Actien a 100 Thlr. Die Bankhat die Berechtigung zur Noten-Emission in gleichemBetrage, welche jedoch bisher nicht stattgefunden hat.Der Geschäftskreis umfaßt die Discoutirung, sowieden An- und Verkauf von Wechseln, von Staats-und anderen Werthpapieren, Darlehen gegen Unter-pfand u. a., Eröffnung von Giro-Conten mit Zins-vergütung. — Ferner besitzt Lübeck ein Handels-gericht als erste Instanz für alle Handessachen; eineHandelskammer für die gemeinsamen Angelegen-heiten der Kaufmannschaft; 4 See-Versicherungs-gesellschaften. — Wollmarkt vom 20. bis 22. Juni.

Lübisch bedeutet überhaupt lübeckisch, undnamentlich versteht man unter lübisch Courantdie in Lübeck und auch im kleinen Verkehr in Ham-burg geltende Münzwährung (s. diese Art.).

Lüneburg, ehemals Hansestadt, jetzt Hauptstadtder gleichnamigen hannoverischen Landdrostei, nnt14,500 Einw., an der schiffbaren Ilmenau und ander Route Hannover-Harburg, hat ein Kaufhausund ein merkwürdiges Ratbhaus, eine Leinenlegge,Wachsbleiche, zahlreiche Brauereien und Brennereien,Baumwoll- und Leinenweberei, eine Eisengießereiund Maschinenfabrik, eine chemische Fabrik, Tabak-,