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Zweiter Band.
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Malakka

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Maledivische Nüsse

lang und B att am durch die Straße von Singa-Pore getrennt. Das Innere derselben ist mit hohenGebirgen und undurchdringlichen Waldungen be-deckt und noch völlig unbekannt; das flache Küsten-land ist von vielen Flüssen bewässert und fruchtbar,aber voll Sümpfe und daher ungesund; die Küstehat viel Buchten und Meerbusen. Das Klima ist,obgleich säst unter dem Aequator, doch sehr mild.Die Einwohner sind theils Siamesen, theils Malayenund besonders die letzteren geschickte Schiffer, kühneKrieger und Seeräuber, welche die Schifffahrt indiesen Gewässern äußerst unsicher machen; doch trei-ben sie auch Ackerbau und Handel An den Küstenliegen einige unbedeutende Städte, in denen auchviel Chinesen leben; auch giebt es einige Straßenvon einer Küste zur andern. Die großen Wälderliefern viel Teakholz, Cocosnüffe, Brodfrüchte, San-delholz, Sago, Guttapercha, Ebenholz, Benzoe undandere Gummiarten und Droguen; eö gibt vielElephanten, Tiger, Affen, wilde Schweine, Fische rc.,ferner Gold, Silber, Zinn, Diamanten und andereEdelsteine, Salz rc., und die meisten dieser Artikelsind Gegenstand des Handels besonders mit den Eng-ländern. Der nördliche Theil der Halbinsel gehörtzu Siam und in diesem liegen an der westlichenKüste die Städte P a k t s ch a n, die nördlichste.P u n g a und L u n g u. die südlichsten; an der östlichenPripri, Kwi, Mnangmai, Tschampon,Tschaija, Ligor, Talnng, Sungora undTana. Auch gehören dazu die an der Westküsteliegenden Mergui-Jnseln (s. d.l, und an derOstküste die Insel T a n talem. Der südliche Theilvon Malakka besteht aus mehreren besonderen Staa-ten unter einheimischen Fürsten, die aber meist vonSiam abhängig sind, wie: Perak und Salan gurim Westen, Patam, Äalantan, Tringanu,Pahang, Klink an rc. An der Südostküste be-sitzen die Engländer ein Gebiet von 32 sH Meilensind 35,000 Einw., das besonders Gold und Zinn,sowie auch «Schweine, Geflügel und vortrefflicheFrüchte im Ueberfluß liefert, mit der Stadt Ma-lakka. Es gehörte früher den Niederländern, wurdeaber im I. 1824 von diesen an die Engländer gegendie Besitzungen derselben auf Sumatra vertauscht.Die Stadt hatte sonst l 2,000 Einwohner, deren Zahlaber jetzt bis auf 5000, darunter die Hälfte Chinesen,zusammengeschmolzen sein soll, weil der ehemalswichtige Handel sich meist nach den aufblühendenColonien Siugapore und Pulo-Pinang (s.Mergui-Jnseln) gezogen hat. Sie ist schlechtgebaut und hat einen schlechten Hafen oder eigentlichnur eine Rhede, einen katholischen Bischof, katholischeund protestantische Kirche, ein Collegium für jungeChinesen nnd mehrere Missionsschulen. Indessenist sie noch immer für England wichtig als Stations-und Erfrischungsplatz auf der Fahrt nach den Mo-lukken und nach China; auch wird in der UmgegendZucker von besonders guter Qualität, Kaffee, Baum-wolle, Indigo, Cacao, Pfeffer rc., wenn auch nochnicht in bedeutender Ausdehnung, erbaut.

Rechnungsart. Man rechnet jetzt hier nachenglischer Wahrung, den spanischen Piaster zu4*/, Schill. Sterl., und die ostindische Rupiezu 2 Schill. Sterl.

Maße und Gewichte. Der hiesige Covidoder die Elle ist ----- 6,45^ Meter, ---- 2 / 3 alte Amster-damer Ellen. Reismaaß ist der Gantang von4 Chioepen, welcher 6 alte niederländische Troy-Psund,------ 2, gsz Kilogrammen an Gewicht hat. — Der

Parra Reis ist ein Gewicht von 40 niederl. Troy-pfund; der Koyang Reis hat 120 Parra's oder800 Gantangs oder 4800 niederl. Troypfd. und ist—2362,4 Kilogr.; er wird jedoch auch zu 40 Pikols Ge-wicht gerechnet, welche 5000 niederl.Troypfd.betragen.Die L a st Reis hat 500 Gantangs. — Handelsgewichtist das Catje oder Catty, welches — l 1 /* niederl.Troypfd., — 615,21 Grammen ist; der Bahar oderBaar hat 3 Pikols zu 100 Cattys, und der Pikolist daher = 61 , 52 i Kilogr. oder eigentlich 135, 63 engl.Pfd. adp., wofür man jedoch nur 135 Pfd. rechnet.Als Zinngewicht theilen die Malayen in der Um-gegend von Malakka den Bahar in 8 Kips ä 15Bedoors ä 2 Tampangs oder Cattys, unddieser Bahar ist daher — 3Ö0 niederl. Troypfd., —147,05 Kilogr., oder 5 Bahars Zinngewicht sind ----4 Bahars Handelsgewicht. Beim Gold - und Sil-bergewicht wird das Catty oder Catje in 20Buncals oder Tails L 4 Rupien ä 4 Miamsoder Maas ä 2 2 / s Carats ä l 2 / s Kobans a 2Boesoes getheilt; das Catty wiegt 6y g holländ.Troymark, — 929, 65 Grammen. — Der Feingehaltdes Goldes wird nach Zehntheilen, Mutn genannt,bestimmt; Gold unter 8 Mutn fein heißt jungesGold, von 8 Mutn und darüber altes Gold.

Malakkanüsse, s. Acajounüsse.

Malamborinde, Cortex Malambo, voneinem nicht genau bekannten Baume aus der Fami-lie der Magnolien, welcher im westlichen Columbienwächst; sie hat einen kalmusartigen Geruch, einenscharfen, bitter aromatischen Geschmack und ist inihrem Vaterlande als Heilmittel geschätzt, in Europaaber nicht im Gebrauch.

Malborough hieß ein früher gebräuchlicher bun-ter, geköperter glänzender Wollenzeug, dessen Ein-schlagsäden von anderer Farbe waren als die Ketten-fäden, und der besonders in Amiens, Rheims rc. inFrankreich verfertigt wurde.

Malediven heißt ein Archipelagus von wenig-stens 12,000 kleinen Inseln und Klippen, von denenjedoch viele von der Meeresfluth überströmt werden,südöstlich von der Südspitze Vorderindiens, die mei-sten nördlich bis zum 8. Breitengrade, einige abersüdlich vom Aequator gelegen. Sie sind meist mitKorallenriffen und mit versteckten Klippen umgeben,nur zum Theil bevölkert und die größte derselben,Mala, hat nur l 1 /? Meilen im Umfang und 1500bis 2000 Einw. Sie haben ein sehr heißes Klimaund erzeugen Getreide, Südfrüchte, Korkholz, Kokos-nüsse, Schildpatt rc.; hauptsächlich aber werden Kau-ris oder Geldmuscheln in großer Menge von hiernach Ostindien, Afrika rc., jährlich 20—30 Schiffs-ladungen, ausgeführt. Die Einwohner sind Muha-medaner, stehen unter einem Sultan und sollen vonCingalesen abstammen, welche vor 4— 500 Jahrenhierher verschlagen woroen sind. — Als Laudesmünzehat man hier den L a ri n, ein in 2 Theile zusammen-gebogenes, ein wenig platt geschlagenes Stück runderSilberdraht, auf denen einige Charaktere geprägtsind und die 1 / i Rupie oder 8 Sgr. 5 Pfg. preutz.Werth haben. Alle anderen Münzen, namentlichspanische Piaster oder ostindische Rupien, welchehier cirknliren, werden nur nach dem Gewicht ge-nommen und zur Ausgleichung auch oft in kleineStücke zertheilt.

Maledivische Nüsse, indianische Nüsseoder Meerkokosnüsse, nennt man die Früchteder Weinpalme oder Lontar-Fächerpalme,Ilorasons flabelliformis, welche besonders auf den