Manganjodür
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Manglebaum
durch Reduction iu metallischer Gestatt dargestelltwerden kaun. Es ist von grauweißer Farbe, hatfeinkörnigen Bruch, wenig metallischen Glanz, istspröde, sehr strengslüssig und wird vom Magnet nichtangezogen, außer wenn es durch Eisen verunreinigtist. Es hat eine sehr große Verwandtschaft zumSauerstoff, weshalb es nicht anders unverändertaufbewahrt werden kann, als unter hermetischerVerschließung in luftleerem Raume, oder mit Steinölübergössen, oder in einem umgekehrten , mit Queck-silber gefüllten Gesäße und auf diesem schwimmend.An der Luft oxydirt es und zerfällt in ein Pulver,das anfangs grau, dann violett, braun und zuletztschwarz wird. Als Metall kann es daher keine An-wendung finden, dagegen werden die verschiedenenErze oder natürlichen Oxyde desselben zu verschiedenenZwecken benutzt. Von diesen sind besonders folgendeanzuführen: 1) Das Grau-oderWeichmangan-erz oder der gemeine Braunstein (s. d.). 2)Das Glanzmanganerz, gewässerte Man-ganhyperoxydul oder der Manganit, istbräunlichschwarz, ins Eisengraue übergehend vonFarbe und enthält 27% Sauerstoff. Es findet sichin einigen Gegenden Deutschlands, Schwedens,Englands und Schottlands und wird zur Töpser-glasur, sowie zur Email- und Glasmalerei verwen-det. 3) Das H a r t m a n g a n e r z oder der B r a n -nit, ist bräunlichschwarz von Farbe, mit unvoll-kommenem metallischem Glänze, enthält gegen 30%Sauerstoff und findet sich in Thüringen, am Harz,in Italien, aber selten, und hat daher meist nurmineralogisches Interesse. 4) Das S ch w a r z m a n-g a n e r z oder der H a u s m a n n i t, ist ziemlich hart,bräunlichschwarz von Farbe, mit metallischem Glanzund röthlichbranuem Strich und enthält 27% Sauer-stoff; es findet sich namentlich bei Jhlefeld am Harzund wird wie das Glanzmanganerz benutzt. 5)Dichtes Hartmanganerz, Schwarzeisen-stein oder Psilomelan, bläulich- oder graulich-schwarz von Farbe, mit flachmuscheligcm bis glattemBruche, findet sich an vielen Orten, meist in traubi-ger, meren- oder staudensörmiger Gestalt, enthältaber nur 7% Sauerstoff. Mau verwendet es zurTöpferglasur, zum Färben der Glasflüsse und zumVerschmelzen mit Eisenerzen. deren Schmelzung esbefördert und ein gutes Gußeisen, sowie auch ein sehrgutes weißesStabeisen liefert. 6) Kiesel mang an,Manganspath, Mangankiesel oder Roth-stein , ist ziemlich hart, von rosenrvther, ins Blaueoder Bräunliche übergehender Farbe, an den Kantendurchscheinend, findet sich in Rußland, Schwedenund auf dem Harz und wird zuweilen geschliffen.7) Kupfermanganerz, hat bläulichschwarzeFarbe und Strich, Fettglanz, findet sich traubig,nierenförmig, stalaktitisch, besonders in Böhmen undenthält gegen 5% Kupferoxyd. — Folgende chemischePräparate, welche zu manchen Zwecken Anwendungfinden, kommen jetzt zuweilen im Droguenhandel»or. Das Mangan verbindet sich mit Sauerstoffzu Manganoxydul, ist von graugrüner Farbe;zu Manganoxyd, einem dunkelbraunen Pulver.
Manganjodür, Jvdmangan, Manganumjodatura, wird gebildet, wenn kohlensaures Man-ganoxydul in Jodwasserstoffsäure gelöst und dieLösung abgedampft wird. Die blaßröthlichen Kry-stalle zerfließen an der Luft und werden in der Me-dizin angewendet.
Manganoxydul, boraxsaureö, Manganumboracicurn entsteht durch Mischung einer Borax-
lösung mit einer Lösung von schwefelsaurem odersalzsaurem Manganoxydul. Es wird ausgewaschenund getrocknet und bildet ein schwach rosarocheSPulver. Es wird als Zusatz zu Firnissen gebraucht,wie auch in der Malerei zu Farben, damit sie schnelltrocknen.
Manganoxydul, essigsaures, Manganumaceticum, Acetas manganesii, wird bereitet, in-dem man kohlensaures Manganoxydul in Essigsäureauflöst und dann krystallisiren läßt. Es bildet weiße,etwas ins Röthliche spielende, rhombische, luftbestän-! dige Krystalle von etwas herbem Metallgeschmack,
! wird zuweilen in der Medizin und vielfältig zu tech-! nischen Zwecken in den Färbereien und Zeugdrucke-! reien gebraucht.
! Manganoxydul, kohlensaures, Manga-jnum carbonicum, Carbonas manganesii , ist| im unreinen Zustande das sich in der Natur findendej Rothmanganerz, wird aber durch Präcipitation eines! Mangansalzes mit kohlensaurem Kali bereitet undbildet dann ein schmutzigweißes Pulver, das sich nichti in Wasser, wohl aber leicht und unter Aufbrausen in! Säuren auflöst. Es wird zur Bereitung anderer1 Maugansalze und wie die Folgenden auch iu derj Medizin gebraucht.
| Manganoxydul, phosphorsaures, Man-|ganum pho s p horicum, entsteht wenn Mau-! ganoxydullalze durch phosphorsaures Natron aus! ihrer Lösung gefällt werden. Es bildet ein weißes,
! im Wasser unlösliches Pulver.
Manganoxydul, salzsaures, oder Chlor-mall g an, Manganum muriatieum, Chlo-ruretum manganesii, wird als Rückstand beider Cblorbereitung durch Salzsäure und Braun-, stein gewonnen; es ist eine rosenrothe Flüssigkeit,| welche Krystalle von der nämlichen Farbe absetzt undj in der Kattundruckerei benutzt wirb. An der Lustzerfließt es.
Manganoxydul, schwefelsaures, Manganumsulphuricum oxydulatum, sulphas manganesii,entsteht durch Milchung von Braunstein und Schwe-felsäure. Der Rückstand wird geglüht und dannmit Wasser ausgezogen. Es entstehen farblose oderhellrörhliche Säule» von schief- rhombischer Gestalt,die leicht löslich in Wasser, an der Lust verwittern,einen bittern zusammenziehenden Geschmack habenund als Arzneistoff gebraucht werden.
Mangansäure existirt nur in Verbindung vonKali, Natron, Baryt u. s. w. als mangansaureSalze. Die Uebermangansäure kann in Dampf-form, oder als eine feste Masse von rothbraunerFarbe dargestellt werden. Außerdem Verbinder essich mit Chlor, Schwefel, (Mauganblende) Brom,Jod, Cyan, Kohlenstoff, Phosphor. Auch kommenLegirungen des Manganö mit Eisen. Zinn, Kupfer,Gold und Silber vor, dagegen nicht mit Zink, Blei,Antimon und Quecksilber.
Mangelin, Mangal, ein nominelles Perlen-gewicht in Bombay und Madras.
Mangia guerra heißt ein feuriger rother Wein,der auf Sicilien am Aetna wächst.
Manglebaum oder Mangrovebaum, Rhi-zophora Mangle, wächst in Sümpfen und La-gunen Südamerikas, West- und Ostindiens, hatknotige, bogenförmig über die Erde hervorragendeWurzeln und der Stamm theilt sich in viele knotige,verschlungene Aeste und Zweige, die auf die Erdeherabhängen und aus den Spitzen Wurzeln schlagen^auch die bis 2 Fuß langen, fingersdicken. cylindrisch