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Zweiter Band.
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ffliuinium

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der Kissinger Ragotzi, das Pyrmonter, CannstäoterWasser rc.; auch gehören dazu alle Salzsoolen unddas Meerwasser. 6) Säuerlinge, bei denen diefreie Kohlensäure vorherrscht und die daher einen an-genehmen prickelnden Geschmack haben, auch beimEinschenken schäumen oder perlen; dazu gehören:der Bitiner Sauerbrunnen, das Egersche, Fachiuger,Geilnauer Wasser, der Kissinger Sauerbrunnen, derMaria-Kreuzbrunnen bei Tepl in Böhmen, dasSalzbrnnner, das Selterser oder Selzer, das Wil-dunger Wasser rc. Die Säuerlinge werden überhauptam häufigsten verschickt, weil mehrere derselben auchfür Gesunde ein angenehmes Getränk geben, undganz besonders ist dies mit dem Selterser Was-ser aus dem Dorfe Nieder-Selters im nassauischenAmte Jdstein der Fall, das daher auch in großenQuantitäten in der ganzen Welt verschickt wird.Es gehört zu den an Kohlensäure reichsten Wässernund gibt, besonders mit Wein und Zucker vermischt,ein sehr angenehmes, kühlendes Getränk. Der Brun-nen wurde um die Mitte des vorigen Jahrhundertsfür 272 Fl., später für 5 Fl., nach dein I. 1770 aberschon für 14,000 Fl. verpachtet und bringt jetzt dernassauischen Regierung gegen 100,000 Fl. ein, dajährlich nahe an 3 Mill. Flaschen davon gefülltwerden. Die Jod - und Bromhaltigen haben inneuester Zeit große Bedeutung erlangt, durch die viel-fachen Heilwirkungen, die sie erzielt haben. Dahingehört das Adelheid Wasser aus der Adelheitsquelle,wie das Krankenheiler Jod-Soda Wasser, beide beiTölz in Niederbaiern u. a. — Außer den genanntenwerden übrigens noch mehrere Mineralwässer ver-schickt, die aber von geringerer Wichtigkeit sind. —KünstlicheMineralwässer werden in Deutsch-land von Dr. Struv e in Dresden in größter Voll-kommenheit und von ganz gleicher Wirkung wie dienatürlichen bereitet. Derselbe hat auch in mehrerenanderen großen Städten des In- und AuslandesAnstalten zu deren Verfertigung errichtet, welchehäufig theils zum unmittelbaren Trinken, theils zumVersenden der sich dazu eignenden Wässer benutztwerden. In Frankreich und England geschieht dieBereitung künstlicher Mineralwässer an mehrerenOrten.

Minimum heißt das Niedrigste,, der niedrigstePreis einer Waare.

Minium, s. M e tut t g e.

Minkfelle, s. Minxfelle.

Minofvr ist eine aus 67,5g Theilen Zinn, 17 Th.Spießglanz, 5, 94 Th. Zink und 3,2« Th. Kupfer be-stehende Metallmischnug, aus welcher Küchen- undApothekergeräthschaften verfertigt werden.

Minorea, s. BalearischeJnseln.

Minuthandlung sagt man zuweilen für Klein-handlung-und Minutist oder Minutirerfür Kleinhändler; auch wird zuweilen der Aus-druck alla m in ata für im Kleinen oder imEinzelnen gebraucht, doch sind dies alles veralteteAusdrücke.

Minxfelle oder Minkfelle, die als Pelzwerkdienenden Bälge einer in Nordamerika lebendenAbart der kleinen Sumpfotter, wahrscheinlich Mu-stek Vison, von kastanien - oder schwarzbraunerFarbe, glattem, aber nicht über B /i Zoll langem Haarund braungrauem Wollhaar. Sie werden in Nord-amerika in großer Menge gefangen; vom 1. Sept.1850 bis dahin 1851 wurden von der Hudsonsbai-compagnie, aus Canada und den Vereinigten Staa-ten über 230,000 Stück ausgeführt.

Mirabellen, eine Gattung Pflaumen, derenFrüchte und Kerne mehr rund als fang sind unddie meist ein sehr saftreiches süßes Fleisch haben.Von den vielen Arten derselben werden einige, be-sonders die grüngelbliche, am Rhein und in Frank-reich, namentlich in Metz, getrocknet und versandt.

Mirlitons heißt eine Art alter französischerLouisd'or von 1723—1726.

Miro, ein Oelmaß in Venedig und Verona.Mirobalanen, s. Myrobalanen.

Mirze, ein Getreidemaß in der Walachei.

Miscol, s. Ba mbusrohr.

Miskal, s. Metikal.

Miskolczer oder M i s ch k 0 lz e r, ein guter rotherUugarwein, der bei der Stadt Miskolcz im BorsoderKomitat an der Szynva erbaut wird.

Mispel oder Mespel, die bekannte Fruchteines im südlichen und mittlen Europa in schattigenWäldern wildwachsenden und auch oft angebautenstarken Strauches oder Baumes, Mespilus germa-nica, welche, nachdem sie einen schwachen Frost be-kommen und teig geworden ist, als Obst genossenwird. Die in Gärten gezogenen sind oft bedeutendgrößer als die wilden, auch haben die Zweige der-selben keine Dornen, mit denen die des wildenStrauches einzeln besetzt sind. Das weiße, feste undzähe Holz wird zu kleinen Drechslerarbeiten, zu Peit-schenstielen u. dgl. benutzt.

Missionenbalsam, s. Aguaraibaibalsam.

Missultini sind eine Art sehr schmackhafter klei-ner Fische, welche besonders in der Lombardei ge-räuchert und versendet werden.

Mistato, ein Oelmaß ans der Insel Candia.

Mistel, weiße, oder Vogelleimstrauch,Visa um ulbum, ist eine vhngefähr 1 Fuß hohe,perennirende Schmarotzerpflanze, welche nur auf denAesten aller Arten Waldbäume und zuweilen auchder Obstbäume wächst. Sie hat inunergrüne, läng-liche, lederartige Blätter, unansehnliche Btüten undrunde, weiße, glatte, durchscheinende, erbsengroßeBeeren, die mit einem schleimigsüßen, kleberigenSafte angefüllt sind. Man benutzt diese zur Berei-tung von Vogelleim (s. d.) und die Blätter undjungen Zweige, besonders der Eichenmistel, dieselten, kaum so dick wie ein kleiner Finger, hart, holzig,schwer und von braungrüner Farbe sind, sind einberühmtes Volksmittel gegen Epilepsie, gegen die siejetzt auch von Aerzten angewendet und daher in man-chen Ländern, namentlich in Preußen, in den Apo-theken geführt werden. Man unterscheidet zwar,nach den Bäumen auf denen sie wächst, Eichen-mistel, Lindenmistel, Tannenmistel rc.,aber es ist alles die nämliche Pflanze. Die vonNadelbäumen soll jedoch den besten Vogelleim geben.Die chemischen Bestandtheile der Pflanze sind ledochdieselben, auf welchem Baume sie auch vorkommt.

Misura, 1) ein Flächenmaß auf den ionischenInseln; 2) ein Maß für trockene Waaren auf Corsuund Paxos.

Mitikal, s. Metikal.

Mitisgrün , s. M i n e r a l g r ü n.

Mitkale, s. Metkal. '

Mitrheder oder Schiffsfreunde werden dieeinzelnen Rheder eines mehreren Personen gehören-den Schiffes in Beziehung zu einander genannt-(S. auch Rheder.)

Mitseul, s. Metikal.

Mittelamerika, s. Guatemala. „

Mittelplatz, Mittel 0 rt oder Zwischen platz