Nankinets
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rother rc. Farbe unter dem Namen Nankin ver-fertigt, die aber wenig oder gar nicht nach Europakommen, im Gegentheil gehen dergleichen aus Eng-land und Rußland nach China. — EuropäischeNankins werden fast in allen europäischen Län-dern verfertigt, welche Baumwollenmanufakturenhaben. Sie sind den ostindischen nachgeahmt undmeist ebenfalls rostgelb von Farbe; diese wird in derRegel durch Eisenoxyd hervorgebracht und ist dannebenfalls sehr dauerhaft, aber doch nicht so unver-änderlich, als die des ostindischen; auch ist das Ge-webe des europäischen Nankins meist feiner unddichter, aber er ist demohngeachtet oft weniger dauer-haft als jener. Uebrigens verfertigt man m Europaauch viele graue, grüne, blaue, gestreifte und ge-flammte, theils glatte, theils geköperte Baumwollen-zeuge unter dem Namen Nankins, welche zuSommerkleidern, Schlafröcken, Pelzüberzügen unddgl. noch immer in Menge verbraucht werden, ob-gleich jetzt die dauerhafteren dünnen wollenen undgemischten Zeuge zum Theil an ihre Stelle getretenfind. Alle diele europäischen Nankins werden inEngland, Frankreich, Deutschland rc., hier nament-lich in der Oberlausitz, in Böhmen und Schlesien,außerdem jedoch auch in vielen anderen Gegendenverfertigt.
Nankinets nennt man baumwollene, den Nan-kins ähnliche, aber leichtere Zeuge, die man ebenfallssowohl einfarbig in verschiedenen Farben, als auchgestreift, geflammt, melirt rc. hat.
Eingelaufen sind beladen:
a) unter französischer Flagge
darunter Küstenfahrer
b) unter fremdländischer FlaggeAusgelaufen sind beladen:
a) unter französischer Flagge
darunter Küstenfahrer
b) unter fremdländischer Flagge
Nantes ist aber nicht nur ein wichtiger Seehasen,sondern auch ein industrieller Mittelpunkt. An derSpitze der Industrie steht unstreitig der Schiffsbau,die Zuckerraffinerie und die Fabrikation eingemachterNahrungsmittel, welche letztere einen mit Recht ver-dienten Ruf genießen. Sodann sind hervorzuheben:die Baumwoll-, Woll-, Hanf- u. Flachsspinnereien,Maschinenbauanstalten, Eisen- u. Kupfergießereien,Gerbereien, Destrlliranstalten, Färbereien, die kaiser-liche Tabakmanufaktur, Brauereien, die Sardellen-fischerei, der Kabliaufang bei Neufundland und dieSalzbereitung im Departement, für welchen ArtikelNantes die Niederlage ist. Man verfertigt ferner:Wollen- und Baumwollenwaaren, Leinwand undSegeltuch, Fischernetze, künstliche Blumen, Korsetten,Knöpfe, Seife, Lichter, Oel, Essig, Chokolade, Kämme,Watte, Bijouteriewaaren, Billards, Bouteillen,Steingut rc. — Nach Napoleon-Vendöe ist eineEisenbahn im Bau begriffen.
Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,s. Frankreich.
Nanleser Leinen, Nantoises oder Toilesnantoises, nennt man in Frankreich theils die inder Umgegend von Nantes im Depart. der niederenLoire verfertigten flächsenen oder hänfenen Leinen,theils die aus den benachbarten Departements, welchevon Nantes aus versendet werden. Sie sind meistvon mittler Qualität und aus halbgebleichtem Garnegewebt.
Naphtha
Nansouques, s. Nainsooks.
Nantes , Hauptstadt des französischen Departe-ments der untern Loire, am rechten Ufer der Loire,von der ein Kanal nach Brest führt, schön gebauteFabrik- und Handelsstadt, 9 deutsche Meilen vomMeere entfernt, mit 114,000 Einw., einer Börse,Münze, Zweiganstalt der Bank von Frankreich,Actien-Bankanstalt, einem Handelstribunal, einerHandelskammer, einem Conseil de Prud’hommes,großen Waarenniederlagen, vielen Assekuranzgesell-schaften rc. Nantes ist Hauptstation der Paris-St.-Nazaire-Schienenstraße (Loire-Bahn), nimmt unterden französischen Seehäfen den vierten Platz ein undist das Emporium für die großen und reichen Land-schaften, die von der Loire durchströmt werden.Paimboeuf und St. Nazaire sind Vorhäfenvon Nanteö, dessen Dampfschiffe nach Lorient,Quimper, Brest, Bordeaux, Spanien und Portugalfahren. Sein Handel ist sehr bedeutend, namentlichmit Westindien. — Hauptausfuhrartikel sind:raffinirter Zucker, Gerste, Weizen, Hafer, gesalzenesFleisch, Butter, Baumaterialien, Maulthiere, Wein,gewalztes u. bearbeitetes Blei, Glaswaareu, Baum-wollengarn, Schiefer, Seife und Conserven. —Eingeführt werden hauptsächlich: Zucker (derwichtigste überseeische Artikel), Kaffee, Reis, Pfeffer,Steinkohlen, Knochenkohle, Guano, Blei, Stab-und Gußeisen, Erdnüsse, feines Tischlerhol; rc.
Die Schifffahrtsbewegung im Hafen von Nanteswar 1862 im Allgemeinen folgende:
2655 Fahrzeuge mit 165,620 Tonnen,1444 „ „ 66,060 „
125 ,, ,, 20,317 „
„ 128,904 .,
„ „ 83,386 „
„ „ 9,088 „
Nanteser Weine sind leichte weiße Weine vonangenehmem Geschmack und ziemlicher Haltbarkeit,die theils in unmittelbarer Nähe der Stadt Nantes,theils im Bezirk derselben an dem Ufer der Loiregewonnen werden. Ain vorzüglichsten sind die Weinevon Mosnieres und Balet.
Naphtha, Berg naphtha, natürliche Naph*t h a oder Bergbalsam, ist ein von Natur sich ,nder Erde erzeugendes ätherisches Oel, das an man-chen Orten, besonders in der Nähe von Steinkohlen-lagern, von Vulkanen, aus Thonmergel rc. aus der-selben hervorquillt, theils mit Wasser vermischt, amdem es dann schwimmt, theils unvermischt und offstarke Naphthaqnellen bildend. Diese gibt es nament-lich in Kaukasten, an der westlichen Küste des kaspl-schen Meeres, wo man eine große Anzahl derselbenin Brunnen gefaßt hat, welche monatlich gE20,000 Pfd. Naphtha liefern sollen, und wo auchmehrere Quellen fortwährend brennen; ferner anmehreren Orten in Ostindien, China und Birma,am Vesuv, bei Parma, Modena, in der Auvergm,im Elsaß, in Baieru bei Tegernsee, in Tirol , veSchweiz rc. Im reinen Zustande, wie sie aber seltein den Handel kommt, ist die Naphtha gelblich ÜCFarbe, leichter als Wasser, von eigenthüinffchemaromatischem Geruch und sehr entzündlich; sie t 'wasserfreiein Alkohol, in Aether, fetten und P$ tl 9 eOelen, aber nicht in Wasser auflöslich und löst andeHarze und den Kautschuk auf. Das Stein öl (1-
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