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Zweiter Band.
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Mdenburg

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Dl-enburg

Wachsen). Die Jade bildet einen tief in das Landhwemtretenden Meerbusen (Jadebusen). Die Haupt-gewässer sind: die Weser, welche bis Brake fürSeeschiffe jeder Größe, bis Elsfleth für Schiffe bis^00 Lasten schiffbar ist; die Hunte, welche beiElsfleth in die Weser mündet und bis Oldenburg,wohin die Fluth dringt, für kleine Seeschiffe fahrbardas Apen Tief, die Barstaler Ems und dieSapten Ems, welche bei Laar sich unter dem^camen Leda in die Ems ergießen; endlich dieHaafr, welche bei Meppen (Hannover) in die Emsmeßt. Unter den verschiedenen vorhandenen klei-nen Landseen, zeichnet sich das Zwischen ahnerMeer durch seine reizende Umgebung aus. Kanälestnden sich in den Marschen vorzugsweise zuniZwege der Entwässerung, doch dienen die größerenderselben auch zur Schifffahrt, und in einigen Moo-um ^se der Torfgräberei und der Kultur zueröffnen; diese letzteren dienen ebenfalls der Schifs->ahrt. Eisenbahnen fehlen noch, und es steht nochwcht fest, ob und wann die verschiedenen projektir-ten Bahnen zur Ausführung kommen. — Die Be-beschäftigen sich vorzugsweise mit Landwirth-L r • Schifffahrt und Handel, doch ist auch die In-dustrie im Aufblühen. Die Landwirthschaft befaßtnch mit der Zucht sehr guter Pferde und Rinder,wtt dem Anbau von Getreide (jedoch nicht immerausreichend), Rappsamen, Hanf, Flachs und etwasHopfen, sowie mit der Bienenzucht. Hochwild gibtos. wenig, anderes Wild mehr, vorzugsweise Ge-nüge!; Fische sind ziemlich viele vorhanden. Salzffudet sich gar nicht, von Erzen nur etwas Rafen-ttsenerz, welches theils zur Eisengewinnung, theilsM Bereitung eisenhaltiger Farben verwendet wird.^>ehr, viele Hände werden durch die Torfgräbereideschäftigt, welche den größten Theil des .Brenn-materials liefert, sowie durch die Fabrikation vonZiegelsteinen, welche als Ehausseebanmaterial einenMcht unbedeutenden Ausfuhrartikel bilden. An Fa-llken kommen vorzugsweise in Betracht: dieBaum-mollipinnereien und Webereien, Wergspinnerei,Eisenwerke, Tabaksfabriken, Gerbereien, Seifen-^^eien., Korkschneidereien, der Schiffsbau, undw Hausindustrie die Strumpfstrickerei und Leinen-st^^ei. — Die wichtigsten Städte sind die Hanpt-I avt Oldenburg an der Hunte, mit der NorstadtEstern bürg, 14,000 Einw., mit mehreren schönent ^^uden und dem Residenzschloß mit schönem Gar-em ru ^ ^ er oberen Behörden und Garnison, hatqm ^^ffastum und eine höhere Bürgerschule, einelun ^Eothek und andere wissenschaftliche Samm-s,j,"3EN, Baumwollspinnerei, Eisengießereien, Glas-' Gerbereien, Seifensiedereien, Tabaköfabriken,G.?^ortefabrik, Holzhandel, Pferde- u. Viehmärkte,^yFfsiiahrt rc. Varel unweit des Jadebuseus,

. Auw., Seehafen, Baumwollspinnereien, We-

Brake an der Weser, 4000mit Hafen, Schifffahrt, Schiffbau, Handel.

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(S.V’.uett) an der Weser , 2400 Einw., mit Hafen,«chifsfahrt. Schiffbau, Handel. I ever an einemM)'ffbarenKanale, 2400 Einw., Schloß, Gymnasium,Handel und Gewerbe. Delmenhorst an derfüft e , 2^00 Einw, Korkschneidereieu. An der Nord-M liegt die Insel Mangerroge mit 90 Einw.,Seebad, Lenchtthurm.

.^eldw äh r ung. Man rechnet seit dem 15. Jumnach Thalern ü30 Groschen ä 12Schwa-* lm oO Thalersnß, so daß der oldenburgifcheGro-^ n und Schwären dem preußischen Silbergroschen

u. Pfennige gleich ist. Vor der Münzconvention von1857 wurde nach Thalern L 72 Grote ä 5Schwären im 14 Thalerfuß gerechnet. Werth desThalers (s. Berlin). Vor dem Jahre 1846 wurde vielin Goldthalern (die Pistole zu 5 Thaler) gerechnet,und dies ist auch jetzt noch, wiewohl seltener der Fall.Man nimmt die in Bremen ausgeprägten Münzstückevon 36, 12, 6, 2 und 1 Grote bei unbedeutenderenZahlungen nach dem Goldfuße, als Gold an.

Münzen. In Silber sind ausgeprägt: Stückezu 2, 1 und 7e Thaler als Vereinsmünze (s. Berlin).Vor 1857: Stücke zu 2 Thaler 900 Tausdth., zu 1 u.7a Thlr. 750 Tsdth., zu 7« Thlr. 6867.2 Tsdth. u. zuj 7„ Thlr. 520 5 / 8 Tsdth. fein. Als Scheidemünzenj dürfen nach dem neuen Münzgesetz fürdasHerzogth.

! Oldenburg geprägt werden: 1) in Silber nachdem347aThalersuße:' Stücke zu 272, 1 und 7zGroschengleich den preußischen Stücken zu 27z, 1 und 7zSilbergroschen; 2) in Kupfer: Stücke zu 3 und 1Schwären, l 1 /^ Thlr. aus dem Pfunde. — AlsGoldmünzen eoursiren: Kronen u. halbe Kronen zuV50 u. 7100 Zollpfund Feingehalt , sowie doppelte(10 Thaler Gold), einfache (5 Thlr. Gold) u. halbe(27, Thlr. Gold) Pistolen.

Staatspapiere. Dieselben sind au portouru. auf den Namen lautend, in Gold u. in Courant,in verschiedenen Stücken ausgegeben und werden mit4% verzinset; diejenigen von 1849 werden jährlichmit 5"/», diejenigen von 1855/57 von 1870 an jähr-lich mit 4% , diejenigen von 1858 von 1880 bis1889 jährlich mit 2"/» und von 1890 an jährlich mit40/0 ausgelooset. Diese Papiere sind meistens infesten Händen und werden 2—3"/» über pari be-zahlt.

Wechselpreise. In Wechselgeschäften richtetman sich nach Bremen und Hamburg.

Wechselrecht. Seit 1. Mai 1849 ist die Allge-meine deutsche Wechselordnung eingeführt.

Handelsrecht, s. Deutschland.

MaßcundGewichte. —Längenmaß. DerFuß hat 12 Zoll a 12 Linien und ist — 0,2959 Me-ter ; die Elle ist ----- 0,5999 Meter. — Getreidemaß.Die Last hat 12 Molt L 172 Tonne ä 8 Scheffel ä16 Kannen L 4 Ort und der Scheffel ist ----- 22,Liter, 130 desselben machen 1 Bremer Last aus; derStanscheffel enthält 1678 Kannen und 128,gg sind1 Bremer Last. — Flüssigkeitsmaß. Das Ox-hoft Wein hat 17s Ohm ä 4 Anker ä 40 Quartieroder 26 Weinkannen L 4 Ort und ist-----213,52 Liter.Die Tonne Bier hat 4 Henkemann a 28 Bierkannenund ist — 159, 61 Liter. — Handelsgewicht.Der Lentner hat 100 Pfund, das Pfund von 500Gramm, welches mit dem Zollpfund der Zollvereins-staaten übereinstimmt, ist eingetheilt in 10 Neulothzu 10 Quint zu 10 Halbgramm. Auch Gewichts-stücke zu 7i Pfund sind zugelassen. — Münzge-wicht ebenfalls das Zollpfund. — Gold- undSilbergewicht ist die oldenburger-kölnische Markvon233,„95Gramm. — Medizinalgewicht. DieUnze zu 8 Quint ----- 30 Gramul schwer wird einge-theilt in 8 Drachmen zu 3 Skrupel L 20 Gran undhat demnach 480 Gran. In Jev er ist die Elle —0,6799 Meter. Die Last Getreide hat 12 Tonnen ä.4 Beerken ä 2 Scheffel h 4 Stab oder 22 Kannen ä4 Ort, und der Scheffel ist — 31,Liter. Flüssig-keitsmaß ist wie in Oldenburg. Jn Delmenhorstund Umgegend bedient man sich der Elle von Bre-men; der dasige Getreidescheffel hat 18 Kannen undist = 26 Liter; die Last hat 144 Scheffel.