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Palladium
Pstina oder P an ha heißt eine Art Baumwolle^on dem in Brasilien wachsenden Seiden woll-d a u m e, Bombax pentandrum. Dieser trägt 6 Zollhroße, länglichrunde Kapseln, welche mit der weichen,wrdenartigen Wolle angefüllt sind. Sie ist weiß,Üblich oder hellbraun von Farbe, hat aber kurzeFäden, weshalb sie unvermischt nicht versponnenwerden kann; dagegen wird sie zum Polstern, zumAusstopfen der Bettdecken rc. gebraucht.
Paislay am weißen Cart, Stadt in Schottland,an der Eisenbahn nach Glasgow, mit 37,000 Einw.,einer der Mittelpunkte der schottischen Industrie,deren Hauptartikel in früherer Zeit ein gewöhnliches^ürseltes Leinen war, das man auch zu Taschen-tüchern feinerer Art verwendete. Später fabrizirte>nan Leinengaze, welcher Seidengaze folgte. Hier-aus verfertigte man Shawls, worin man eine solche-Vollkommenheit erreichte, daß sie im Gewebe denbesten orientalischen an die Seite gestellt werden, b"nen, und diese in der Zeichnung weit übertreffen.Außer diesen Fabrikaten werden auch Stickereien,Teppiche, Tartans, Seife rc. fabrizirt; sodann sindgroße Eisengießereien, Maschiuenwerkstätten, Seiden-webereien , Branntweinbrennereien, Brauereien,Gerbereien, Druckereien und Bleichen vorhanden,^er Schiffsbau dehnt sich blos auf Flußdampfschiffe
. Rechnung, Münzen, Muße und Gewichte,’■ A'-'oßbritannieu.
Aül, P ägel, ein Weinmaß in Dänemark.
^ fälst, ein Hohlmaß für die Eingeborenen auf derunset Ceylon.
Palampores heißt eine Art großer gesteppter oderabgenähter ostindischer Bettdecken,f ülstnche heißt in Frankreich ein grober Zeugf und Leinen, der besonders zum Unter-
der Matrosenröcke gebraucht wird.
« ^ülermv, Hauptstadt der gleichnamigen sicilischenEbinz im Königreich Italien, an der nördlichen^ aste der Insel Sicilien, im Hintergründe einerm!".und am Flusse Oreto gelegen, mit einer 2Va1^1 'haJ [< ln 3 en Eisenbahn östlich nach Bagheria undbi»s . Einw. Sie ist zum Theil prachtvoll ge-und ' ^ üwlen Palästen, schönen Kirchen, Klösterngroßen öffentlichen Plätzen; die Straßen sindurit Ausnahme einiger wenigen, eng, krummMa, '!"kel', die Bauart der Häuser hat noch viel, Üches und Orientalisches und man findet häufigteilet Erdbeben. Die Stadt hat 2 Cita-
teudfttf, e * nen Freihafen mit schönem Molo undaber und noch einen inneren Hafen, der
n«i^Aur für das Arsenal bestimmt ist; ferner einesche,* urit Bibliothek, Sternwarte und botani-jst^-^ärten, Lyceum, Seminar re. Die Industriedenwek ausgezeichnet; am wichtigsten sind die Sei-Kvran die Gerberei und die Verfertigung vonlen^../uarbeiten, außerdem Leinen- und Baumwol-ffrtia,, Färberei, Wachsbleichen und Kerzeuver-!tk ilt u {!|, ! f'; auch die Fischerei ernährt viele Wen-der ist der Handel, denn ein großer Theil
das tv>? der Insel wird von hier aus verschifft u.
<1709 auch von der Einfuhr. 186l liefen
Palern, bou 504,121 Tonnen in den Hafen ein.Reavel ^ Dampfschiffverbindung mit Marseille,^eevern^^ ganzen sicilischen Küste, mit Tunis rc.,Filial d!?^""M^schaften, ein Handelsgericht, ein^nstit>,pk^"si/ von Sicilien in Neapel, ein technischesA i-andwirthschaft, Handel, Gewerbe rc.,et fte und ist der Sitz des sicilischen Lloyd.
Rechnung und Zahlwerth s. Italien,Königreich. — Die Rechnungsweise nach Onzen(Oncie, Once, Unzen, zu 30 Tari L 20 Grana istnoch auf der ganzen Insel gebräuchlich. Man rech-net gewöhnlich die Onze -- 3 Ducati -- 12«/. Tirenuove.
Wechselpreise. Man notirt hier, sowie auchin Messina, Catanea rc. folgende Wechselcourse:
auf Amsterdam, für 100 Fl. holländ. Crt. >
„ Antwerpen, „ 100 Franken.
„ Augsburg, ., 100 Fl. südd. Währ.
„ Frankfurt a. M., für 100 Fl. südd. Währ.
„ Genua, für 100 Lire ital.
„ Hamburg, für 100 Mark Banco.
„ Livorno, für 100 Lire ital.
„ London, „ 1 Pfund Sterl.
„ Malta, ) I
„ Messina, Catanea rc. > für 100 Lire ital. !
„ Neapel, l i
„ Paris, Lyon, Marseille, für 100 Franken. >
„ Venedig, für 100 Fl. österr. Währ. effectiv. I„ Wien und Trieft, für 100 Fl. österr. Währ. Jin Banknoten.
Bon Münzen kommen hauptsächlich französischeund italienische Gold- und Silbermünzen al parivor; auch die neapolitanischen Silber- und Gold-münzen sind noch in Cours, während Kupfer einge-zogen worden ist.
PlatzgebrLuche., Die Einfuhrartikel werdengewöhnlich zollfrei und auf 4—6 Mon. Zeit, dieAusfuhrartikel gegen baare Zahlung frei an Bordverkauft. Bei Cousignationen für Einfuhrartikelwird 1/2 % Courtage, 1 /. 1 % Lagerhausmiethe, 2 %Commission und 1"/» Delcredere; bei den Ausfuh-ren die Courtage nach verschiedenen Sätzen für dieQuantität berechnet, welche im Durchschnitt ca. 7a %,auf Getreide aber gegen 2 — 30 /,, beträgt. Außerdemberechnet der Comnussiouair 7« % Wechselcourtage.— Als Tara pflegt man gewöhnlich die gefundeneanzurechnen, bei Lakritzensaft noch 2 % für Lorbeer-blätter. Bei Mandeln und trocknen Pomeranzenfindet ein Gutgewicht von 2 % statt.
Maße und Gewichle, s. Italien, Königreich.Pnliacats, s. Pullicats.
Palisanderholz, s. Jakarandaholz.Palladium ist ein Metall, das sich besonders inder rohen Platina und außerdem auch in kleinen,mit bloßem Auge kaum sichtbaren, metallglänzendenSchüppchen in dem von Selenblei umgebenen Goldezu Tilkerode am Harz findet. Es nähert sich inseinen äußeren Eigenschaften sehr dem Platin, istaber von Farbe mehr silberweiß, hat ein specifischesGewicht von 11,2—11,8, ist schwer zu schmelzen,läuft in starker Hitze blau an und wird nur vonstarker Salpetersalzsäure vollkommen aufgelöst. ^ Esist härter als Stabeisen, streckbar, in dünnen Stückensehr biegsam, aber wenig elastisch und hat einenfaserigen Bruch. Wegen seiner großen Seltenheitwird es nur sehr wenig benutzt, außer zu Gradbögenu. dgl. bei feinen astronomischen Instrumenten,wozu es sich noch besser eignet als das Silber, dasich seine weiße Oberfläche nicht verändert und wegenseiner größeren Härte die darauf angebrachten feinenTheilstriche weniger leicht verwischt werden. Auchhat man es zu den Spitzen stählerner Schreibsedernbenutzt und eine Mischung von 21Theilen Palladium,44 Th. Silber , 72 Th. Gold und 92 Th. Kupferals ganz vorzüglich zu Zapfenlagern in feine Uhren
in Lire ital.