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Zweiter Band.
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329
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Pastillen

Passau 329

für vorigen Monats (eigentlich niese xassato)

gebraucht.

Passau, Hauptstadt von Niederbaiern und»estung an der Donau, dem Jnn und der Jlz, mit11,000 Einw., einem Schloß, Handels - und Wech-lelgericht, Hauptzollamt, einer landwirtschaftlichenund Gewerbsschule. Passau liegt auch an derbäurischen Ostbahn und an der k. k. Elisabeth-West-bahn, hat bedeutende Seiden- u. Leinwandwebereien,Fabriken von Tabak, Leder, sPorzellan, Papier,Kattun und Tabaksdosen, Eisen - und Kupferham-mer, Drahtziehereien, Schiffsbau, lebhaften Handelund Schifffahrt. — Die berühmten Schmelztiegeluus Graphit werden in Obernzell und Hafnerzell

verfertigt.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,I- Baiern.

Passest» nennt man die leichtesten und wohlfeil-es glatten Seidenbänder, die nicht gummirt oder'anst appretirt sind.

q, Passements werden in Frankreich überhaupt die-posamentirarbeiten genannt, namentlich Borten,Schnuren, Treffen u. dgl. von Gold, Silber, Seide,Grolle rc., und früher auch Spitzen.

Passerilles, s. Passarillos.

T^^llrgewicht nennt man dasjenige Gewicht derGoldmünzen, das sie wenigstens haben müssen, umk!» w bestehenden Course genommen zu werden,etwas leichter ist als das gesetzliche. Es°MMt in Deutschland besonders bei den verschiede-Pistolen (Louisd'or) und Dukaten vor, und ist,, ven ersteren etwa 1 As, bei den letzteren % Asvas Stück leichter als das volle Gewicht dieserünzen; doch ist dies nicht überall gleich. Mandiesx Münzen dann Passirpistolen undis" I s l r d u k a t e n, und an mehreren Orten wird für^ letzteren auch ein besonderer Cours notirt. Den.amen Passtrpistolen aber bezieht man gewöhnlich<> 7 * allein auf das Gewicht, sondern auch auf denIjr^ehalt, indem man namentlich die mecklenbur-.:,^u, hannöverschen, braunschweigischen und dä-6 , darunter versteht, welche sämmtlich 21 Kar.

da« 895 '7e Tausdth.) f. sind, und in Bezug aufti^>. EMlcht wurden gewöhnlich, mit Berückstch-der Abnutzung 35%—35% St. auf die»aye Mark gerechnet.

b.s^istba. nennt man die Schulden, die Jemand,m tb; ^ ein Kaufmann re. zu bezahlen hat und dietheile t on dem Betrag seiner Activa oder Besttz-N^5,5Vgezogen werden müssen, um den wirklichenmo^ensstand zu ermitteln. (S. auch Activa.)LMvhandel,s. Handel.

«"v, Schritt, Längenmaß in Benetien, Spa-L'F^ugal und Brasilien.

O®«ite uennt man in Italien die Korinthen,derte«' ein Paß oder Freibrief zur ungehin-^"Jortsetzung des Weges.x5^'f-Waid.

nennt man in Frankreich allerhandMen^tt Menschen, Thieren, Früchten, Blu-Essen & entweder aus Zucker bestehen und zumvermii^^^mt, oder die aus einem mit ZuckerPerri°?^u Mehlteig verfertigt sind und nur zurräthe« Ul <^ von Tafelaufsätzen, von Zimmerge-Paft-wk' an ^ * um Spielzeug dienen sollen,welch-knsarben nennt man mineralische Farben,Thon g^'iebeu und mit einem Bindemittel, wieund bot * .MÜH- Gummiwasser, Honig, Seifeg • vernuscht, zu runden Stängelchen von der

Dicke eines Federkiels und 4—5 Zoll lang, geformtsind, die auch Pastellstifte oder Farbenstiftegenannt werden. Sie werden zur Pastellmalereigebraucht und auch zuweilen auf ähnliche Art wiedie Bleistifte in Holz gefaßt. Sie müssen haupt-sächlich den richtigen Grad von Härte haben, so daßsie auf Pergament oder auf rauhgeschliffenes Papiergut abfärben, ohne doch zu weich zu sein. Manverfertigt sie besonders in Paris, London, Wien,Berlin, Nürnberg, Hannover, Lausanne rc. undversendet sie in Kistchen von 32—250 Stück, welchealle Farbennüancen enthalten. An den nämlichenOrten werden auch die bei der Pastellmalerei ge-brauchten Wischer von zusammengerolltem dün-nem weichem Leder verfertigt.

Pasten werden Nachformungen von Kameenund anderen antiken geschnittenen Steinen, auchzuweilen von Medaillen, Münzen rc. genannt,welche durch Abdruck oder Abguß in Glas, Schwe-fel, Gips, Siegellack, gebrannter Erde rc. erzeugtwerden. Sie werden meist von einzelnen Künstlern,an einigen Orten aber auch fabrikmäßig verfertigt.Zu den letzteren gehören namentlich die von Wedg-wood in England, die aus einer schwarzen, basalt-artigen Masse bestehen, sowie die porzellanartigenvon James Tessin, und früher waren besonders dievon Lippert in Dresden aus einer weißlichen, haupt-sächlich aus Schwefel bestehenden Composition be-rühmt. Außerdem verfertigt man dergleichen jetztauch an rnehreren anderen Orten. — Unter demNamen P a st e versteht man auch einen zu medizi-nischem Zweck oder zum Wohlgeschmack bereitetenwässerigen Pflanzenauszug, der mit Zucker, Gummi,Eiweis u. dgl. zu einer festen Masse eingekocht wor-den ist, die, wenn sie biegsam ist, auch Leder-zucker (s. d.) genannt wird. Man verfertigt z. B.Althäpaste, Süßholzpaste, Mandelpaste rc.

Pasteten sind feine, verschiedentlich auf sehrpikante, nahrhafte Art zubereitete Fleisch- oder Fisch-speisen, welche in einer runden oder ovalen Teigformgebacken sind und theils warm, theils kalt gegessenwerden. Sie sind in Frankreich und England vielgebräuchlicher als in Deutschland und werden be-sonders im erstgenannten Lande auch häufig versen-det, indem außer Paris auch mehrere andere Städtein einzelnen Arten deshalb vorzüglich berühmt sind.Dies gilt namentlich von den Wildpretpasteten (vonRebhühnern, Wachteln, Hasen rc.) von Chartresund Nogent-le-Rotrou, den Lerchenpasteten vonPithiviers, den Poulardenpasteten von Rouen, denEntenpasteten von Amiens, den Schnepsenpastetenvon Montreuil-sur-Mer, die besonders nach Eng-land gehen, den Gänseleberpasteten von Straßburg,welche auch häufig nach Deutschland kommen, denEntenleberpasteten von Toulouse, den Rebhühner-pasteten mit Trüffeln von Perigueux u. m. a.

Pastila, s. Postila.

Pastillen oder Trochisken, Pastilli oderTrochisci, nennt man kleine runde, meist platt-gedrückte und oft mit einem eingedrückten Sternoder andrem Zeichen versehene Kügelchen, die vonden Conditoren und Apothekern aus verschiedenengepulverten Substanzen, Extracten, Zucker, Gummiund dgl. bereitet werden. Zu medizinischem Ge-brauch werden sie jetzt seltener als früher bereitet;auch kommen sie zuweilen theils mit, theils ohne Zu-satz von arzeneilichen Stoffen aus Frankreich. —Die aus dem Orient stammenden sogenannten Pa-stilles du Serail sind ein Parfümerieartikel, indem