Pinchina
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Piper
Theilen Kupfer, 7 Th. Messing und 7 Th. Zink be-llet, aber bei der Verfertigung auf eine eigenthüm-nche Art behandelt wird. Nach Andern besteht sieaus 100,Theilen Kupfer, 80 Th. Zink und 10 Th.Eisen, oder aus 1 Theil Messing und 2 Th. Kupfer.Ae unterscheidet sich vorn Tomback durch eineschönere Farbe und größere Politurfähigkeit, auchW sie dem Rosten weniger unterworfen. Den Na-men hat sie von dem Erfinder Pinchbeck, einemMechaniker in London.. Man verfertigt daraus,sowohl in England als auch in Deutschland, ähnliche^fgenstände wie aus Tomback.
Pinchina oder P i u ch i n a t heißt eine Art groberulchartiger Zeuge, die im südlichen Frankreich, beson-ders in der Gegend von Toulon verfertigt werden^n^meist nach Spanien und Italien gehen.
Pincops, Eops oder Kötzer, s. Baumwol-"ngarn.
Pinee heißt in Frankreich die beste Art des ge-trockneten Stockfisches.
Pinien, Pineen, Piniolen, Pinienkerneaber A r v e n n ü s s e, sind die Fruchtkerne der P i n i e,~\ lnus Pinea, einer Art Fichte, von 40—50' Höhe,r*, nur im südlichen Europa, in der Levante rc.Machst. Sie trägt 4—6 Zoll lange, am GrundeZoll breite, pyramidenförmige, glatte, gelb*ßtanne Zapfen, mit 2 Zoll langen, oben dickenschuppe«, von denen jeder 2 Samenkerne oderfusfe bedeckt, Semina s. ISuclei Pineae. Sie haben2^5 hurte Schale, sind länglich, eiförmig, gegen 2öou lang, mit einer dünnen braunen Haut über-weiß, geruchlos und frisch von angenehmlWBem, fettem und öligem Geschmack, der jedoch baldrwas säuerlich und harzig balsamisch wird; über-Mpt werden sie bald ranzig. Sie kommen ge-malt in den Handel, die besten aus der Levante,uusierdem aus Italien, Spanien, dem südlichenFrankreich, Tirol rc. und werden in der Küche undbr" ^°"ditoren ohngefähr wie die Mandeln ge-au ^ zuweilen in Zucker eingemacht. Wegenyrcs Oelgehaltes sind sie nahrhaft. Früher brauchtesie auch in der Medizin zur Verfertigung vonein ^ ul ' lot } eu und dgl. In südlichen Ländern wird.Wohlschmeckendes Oel daraus gepreßt, das aberauch lncht ranzig wird.
KjPtmpikrin ist eine Zuckerart, welche in denatrr tU / uuch in Thuja occidentalis vorkommt,botl bitterem Geschmack ist, sich in Alkohol^Wasser, aber nicht in Aether löst.z-^.^rtannsäure, eine in den Kiefern und der^„vorkommende Gerbsäure, ein gelbes Pulver,(SeU Alkohol und Aether löslich, von bitteremam r a< *.- Mit Zinnchlorid und Wasser gekocht,ttit« m e schöne, dauerhafte gelbe Farbe, welcheoer Wollfärbern benutzt wird.ki^K s. Zinnchlorid, salmiakhal-
^u.rina. nennt man in Italien diein (s. d.). Auch verfertigte man sonst
ve,,^sikreich und den Niederlanden ein feines oli-dj-sl^ Tuch mit goldbraunem Scheine unter^^chahmm/ll' Farbe der Muschelseide
Ii"lchebeck/'s. Pinchbeck.streifn theils zum Malen, theils zum An-Eleistet' i^Eren, und zum Auftragen von Leim,vers^i^' bestimmt, und werden demzufolge in
sich sind Größe verfertigt. Sie theilen
9 uptsachlich in Borstenpinsel und Haar-
pinsel oder Malerpinsel. Die ersteren, welchevon den Bürstenbindern verfertigt werden, bestehenaus Schweinsborsten, die bei den größten Maurer-pinseln mit Pech in einer Hülse, bei anderen Artenan einem hölzernen Stiel befestigt sind. Zu denletzteren gehören die gewöhnlichen Anstreichpinselvon verschiedener Größe, die Kleister- und Leim-pinsel rc. Lackirpinsel bestehen aus feinenSchweinsborsten oder auch aus Dachshaaren, welchebreit und flach an einem dünnen hölzernen Stielbefestigt sind. Linienpinsel, mit denen mandünne Linien ziehen kann, bestehen aus Borsten,deren dünne Spitzen abgeschnitten und die in einenplattgedrückten blechernen Ring oder in eine der-gleichen Blechröhre eingeklemmt sind. Die letzteren,deren man sich auch zum Bezeichnen der Waaren-colli bedient, werden auch Signirpinsel genannt.Die Kartenmalerpinsel zum Ausmalen ver-mittelst Schablonen, bestehen nur aus einem dickenBüschel steifer Borsten, die an dem einen Endedurch Pech und Bindfaden mit einander verbundenund dann mit Leder überzögen sind. Schablo-nenpinsel von verschiedener Dicke, haben ganzkurze Borsten und einen hölzernen Stiel. DieHaarpinsel, welche besonders von den Malerngebraucht und daher Malerpinsel genannt wer-den, sind von verschiedener Dicke und die Haare beiden größeren an einem hölzernen Stiele befestigt,bei den feineren in einen Federkiel gefaßt. Manverwendet dazu mehr oder weniger feine Haare vonZiegen, Füchsen, Dachsen, Iltissen, Bibern, Fisch-ottern, Zobeln, Eichhörnchen rc., die man gewöhn-lich vor dem Binden in Papier gewickelt in einemBackofen erwärmt, wodurch sie elastischer werden.Die aus Fischotterhaaren werden auch Fischpinselgenannt. Man verfertigt Malerpinsel in mehrerengroßen Städten, namentlich in München, Augs-burg, Regensburg, Nürnberg, Berlin, Wien, Leip-zig. Amsterdam, Lyon rc.
Pinselsaft, Litus oris, eine officinelle, dickeFlüssigkeit, welche bei Mundgeschwüren, Schwämm-chen, durch einen Pinsel in den Mund gestrichenwird.
Pinte hieß früher in einigen deutschen Ländern,namentlich in Böhmen, ein Hohlmaß für Flüssig-keiten, und in anderen Ländern gibt es noch jetztähnliche Maße unter dem Namen Piut in Englandund Nordamerika, Piuta in Italien und Pluto inChina, sowie ehemals in Frankreich, theils nur fürflüssige, theils auch für trockene Waaren.
Pipa, Prpe, Wein- und Oelmaß in Spanien,Portugal und Brasilien (s. diese Art). Auch in dennorddeutschen Hafenplätzen versteht man unter P ipeein bestimmtes Maß für Oel und Wein, sowie auchein langes und schmales Faß, in welchem dieseWaaren in Spanien und Portugal versendet wer-den. Daher nennt man auch die zu solchen Fässernbestimmten, aus dem Groben bearbeiteten Faßdau-ben, welche im Holzhandel an der Ostsee vorkommen,Pipenholz oder Pipenstäbe (s. Holz).
kixsr, P. nigrum, P. album, s. Pfeffer.— P. Betel, s. Betel. — P. Carpunya, s. Pfef-fer. — P. caudatum, s. Kubeben. — P. cayen-nense, s. Cayennepfeffer. — P. Cubebarum,s. Eubeben. — P. hispanicum, s. Pfeffer, spa-nischer. — P. jamaicence, s. Piment. — P. in-dicum, s. Pfeffer, spanischer. — P. longum,s. Pfeffer, langer. — P. tavtaricum, P. turci-cum, s. Pfeffer, spanischer.