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Zweiter Band.
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Platinmünzen

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Pleures

flamme heraus, an der man Feuer anzünden kann.Der Schwamm muß öfter ausgeglüht werden, da erdurch Schweselwasserstofsgas, Arsenikwasserstoffgasund Ammoniak seine Zündbarkeit verliert. AuchMuß die Mischung im Innern der Maschine, durchwelche die Entwicklung des Wasserstoffgases bewirktwird, öfter erneuert werden, es darf dazu nur ge-düngtes Zink und gereinigte Schwefelsäure genom-men werden.

Platinmünzen hat man in Rußland in der Zeitvon 1828—1845 geprägt und zwar einfache, doppelteund vierfache Platinadukaten, zu 3, 6 und 12 Rubel.Regelt der großen Schwierigkeit bei der Bearbeitungdes Platins und der daraus erwachsenen großenkosten wurde die Prägung dieser Münzen jedochMteder aufgegeben; auch war, während sie existirten,Niemand zur Annahme derselben gezwungen. (S.mich Rußland). — Zn Leipzig erhält man für einenPlatinadukaten von 3 Rub. nur ohngefähr l 2 /3 bishöchstens 2 Thlr.)

, Platinum oxydatum, ein ausPlatinschwamm bereitetes Pulver von schwärzlich-vranner Farbe, das sich in Goldscheidewaffer und beianhaltendem Kochen in Schwefelsäure auflöst undvefonders zum Färben des Porzellans und der Emaille^drauchtwird. Das P l a t i u o x y d u l ist einschwar-Pulver, das sich in Säuren mit brauner FarbeMft und dann grünlichbraune Salze bildet. Die^ l a l i n o p y d s a l z e sind rothbrauu.

^ PlatinsalimakodersalzsauresPlatinoxyd-

inmoniak.PIatinnmaminoniato-innria-welches schon in dem Artikel Platin er-mähnt wurde, ist ein gelbes krystallinisches, in Wasserlchlver auflösliches Prilver, das bereitet wird, indemMan reine Platina in Königswasser auflöst undmit Salmiak fällt. Man braucht es besonders zurdes Platinschwammes.

plattn, salzsaures, s. Platinauflösung.^ Platinschwamm oder schwammiges Platin,^ ^utinum spongiosum, wird durch AusglühenPlatinsalmiaks gewonnen (s. Platin) und^ ^sächlich zur Verfertigung der PlatinfeuerzeugeDarstellung der Essigsäure aus Aether ver-

s. Scholle,s. Kabliau.

b.,.f^"starn, sranz. Filplat, ist eine sehr gang-l seines weißgebleichtes Leinengarn aus Hol-bi-,'» l. Belgien und dem nördlichen Frankreich, daslCer8 ^um Sticken und Steppen des Linons, Ba-

q.sv- gebraucht wird.

Mo, - . oder Indigo in Tafeln nennt

L ^^ue in kleine viereckige Däselchen geformte blaueder ^weilen zum Anstreichen, zum Bläuen

^,,^?che rc. gebraucht wird und aus einem GemischMiwass'r 2udigo, Schmälte, Stärke und Gum-

K^Eirte Waaren nennt man Artikel auszuw-n ^ mit einer dünnen Lage Silber, auchwir^ Gold belegt sind. Um sie zu verfertigen,eine,.Ä^"^^^^tte, z. B. von 1 Zoll Dicke, mitdes /?"verplatte von 7 r Zoll belegt und dann bei-ausgÄ^men zwischen Walzen zü dünnem BlecheDruck durch den hierbei ausgeübten starkenund das Silber fest mit dem Kupfer vereinigterhalt-« demselben ausgedehnt, so daß das

schickt d^uue Blech ebenfalls mit einer Silber-üche Av^ X«?Huer Dicke überzogen ist. Auf ähn-r geschieht auch das Plattiren mit Gold. Aus

den mit Silber plattirten Kupferblechen verfertigtman dann eine große Menge Gegenstände, zu denenman sonst Silber verwendet, namentlich allerhandKannen, Schüsseln, Teller, Leuchter, Dosen. Be-schläge rc., welche ganz wie Silber aussehen und beidenen erst durch die Abnutzung der Plattirung dasKupfer zum Vorschein kommt. Das Plattiren mitGold wird besonders bei Knöpfen, Dosen und ver-schiedenen Galanteriewaaren angewendet. Die mei-sten plattirten Waaren werden in Birmingham undSheffield in England, außerdem in Paris und auchan mehreren Orten in Deutschland, besonders inJserlohn, Elberfeld, Barmen, Eßlingen, Nürnberg,Wien, Berlin rc. verfertigt. Auch Eisen wird mitSilber plattirt, das aber vermittelst Zinn auf das-selbe befestigt werden muß. Die Gegenstände werdenzu dem Ende in die verlangte Form gebracht, dannverzinnt und mit ganz dünnen Silberplättchen ver-mittelst eines Glättstahles oder Hammers überzogen;hierauf wird das Ganze mit Draht umwickelt undins Feuer gelegt, wodurch das Zinn schmilzt undbeim Erkalten das Silber festhält. — In der neuerenZeit hat das Neusilber bei vielen Artikeln die Sil-berplattirung verdrängt, da dasselbe zwar etwasgelblicher aussieht als Silber, aber unverändertbleibt. Jetzt aber geschieht die Plattirung mit Silberund Gold meist vermittelst der Galvanoplastik oderder galvanischen Versilberung und Vergol-dung (s. Galvanoplastik).

Plattlack ist eine Art Schellack, auch wird derColombinlack zuweilen so genannt; s. Beides.

Plattseide nennt man ungedrehte Seide, diezum Sticken gebraucht wird.

Platzanweisung, s. Anweisung.

Platzbillets, s. Handelsbillets.

Platzpreis, s. Preis.

Platzspesen heißt man im Waarenhandel dieje-nigen Spesen, welche eine Waare auf dem Platze, wosie gekauft wurde, oder den sie auf ihrer Reise be-rührt, oder wo sie bleibt, verursacht.

Platzusanzen, s. Usanz en.

Platzwechsel, Platztratten, englisch Checks,sind solche Wechsel, welche am Ort des Ausstellerszahlbar, oder bei denen Aussteller und Bezogener ver-schiedene, aber an einem und demselben Platze wohn-hafte Personen sind.

Planen, Stadt im Königreich Sachsen, Kreis-direktionsbezirk Zwickau, voigtländische Kreisstadt,an der weißen Elster und an der sächsisch-baierischenEisenbahn gelegen, mit 18,700 Einw. Sie ist Sitzder Amtshauptmannschaft, einer Handels- und Ge-werbekammer , hat neben einem königl. Schullehrer-seminar ein Gymnasium mit Realschule, eine Fort-bildungsschule für Baugewerke, sowie eine Handels-schule und ist Hauptfabrikplatz der sächsischenweißbaumwollnen Waaren, als: Stickereien, Gar-dinen und aller sonstigen glatten weißen Stoffe, dieauch in den umliegenden Städten Oelsnitz, Falken-stein, Auerbach, Adoif, Mühltroff, Lengenfeld, My-lau, Reichenbach rc. in großer Menge gewebt undgestickt werden. Außerdem besitzt Plauen eine bedeu-tende Vigogne-Spinnerei und viele chemische Bleiche-reien und Färbereien. Neuerdings siedeln sich auchmechanische^Webereien für glatte Futterzeuge an.

Rechnung, Münzen, Maße und Gewichte,s. Sachsen,'Königreich.

Pleonast, s. Spinell.

Pleures nennt man m Frankreich die Wolle vontodten Schafen.