Band 
Zweiter Band.
Seite
447
JPEG-Download
 

Nolal

447

Rothstifte

!f er ken. befindet sich hier ferner der Sitz dervaterländischen Feuerversichernngsgesellschaft und? Seeversicherungsgesellschaften,s Ahnung, Münzen, Maße und Gewichte,1 realen bürg-Schwerin.

«° °l, [. Arial. *

^othbaum, s. Lerchenbaum.

^tothe Früchte, s. Abruskörner.«^btheisenstein , faseriger, s. Blutsteiu.Zlvthholz ist der allgemeine Name, unter dem. Mehrere zum Rothfärben dienende Hölzer be-L^st. Dies sind hauptsächlich folgende: 1) Dasoernarnbuk oder Brasilienholz, kommt vonmnl" Südamerika, besonders in Brasilien einhei-p,lchen stachligen Cäsalpinie, Oacsalpiniakrll, £ ^ £ ur Baume mit hohem, vielfach ge-knotigem Stamme, der besonders zwi-!^,^ockenen Felsen wächst. Wegen der schönen,all- ^ rothen Farbe, die es gibt, wird es vorist s.^^beren Arten am häufigsten gebraucht. Esp, lest, fein, und schwerer als Wasser; die in denklf . el kommenden, von der Rinde und dem SplinteStücke sind außen braunroth, auf dem fri-diinp s Quitte gelbbraun, werden aber an der Luftiehn^T^' Durch zu langen Einfluß der Luft wirdHoli Tarbestofs nach und nach zerstört und altesDa« daher nicht so stark und schön als junges,bdkia be '* e kommt aus der brasilischen Provinz Para-Es ^^'d meist über Pernambuco ausgeführt. ^k £ ^k aber immer seltener, weshalb mandarn "'A'-'kre andere südamerikanische Rothhölzer!od?v Es kommt zuweilen auch gemahlen

a er - geraspelt nach Europa, ist dann aber oft mitdm^5 £ u Holzarten vermischt, und leidet auch frühertoir. Einwirkung von Luft und Licht. Bedeutendhoi^^^stk'as Bahiaholz oder Allerheiligeu-« 2 m,/ auc ^ Lamon- oder Liamonerholz ge-oj)evft.^blches eine schlechte, mit der Zeit dunkel-liamfi aun werdende Farbe gibt. Aechtes Fer-zieb-»!."^^ hat einen süßlichen, nicht zusammen-Geschmack und färbt beim Kauen den8 roth; wenn man 2 Loth desselben mit

Alaim . ft er etwa 8 Minuten lang kocht und etwasfeit qV U ' e ^' "mß es eine schöne, vollrothe Flüssig-berl^; ^ au braucht es zur Hervorbringungund V dküancen von Roth aus Seide, Wolleund ' zur Verfertigung von rother Dinte

fest , benetianischen Kugellacks, und da es sehrum 1 ,,; 11 ® eine gute Politur annimmt, so wird esheften ^h'hen kleinen Holzarbeiten, wie Messer-dem ^ubogen, Kästchen rc. verwendet. Instost findet sich ein rother krystallinischer Farbe-^adel,, ^"filin genannt, welcher orangefarbenerothe,. sich im Wasser, Alkohol und Aether mitHurpnr^-L iösen, mit Säuren gelb, mit Alkalienviolett . ""b mit anderen Metalloxyden roth oder

Salrscli, ^ £ ^'brn. Mit Schwefel-, Salpeter- undhhor mm^ibt es eine schmuzig gelbe, mit Phos-gelbe^x-^^ironensäure aber eine dauerhafte schöue,—. ^bung; Alaun gibt einen rothen Niederschlag,

la St. Marthensholz, auch Rio de

StoÄ?a- Nicaragua-, Pfirsichen- oder.'.u? holz genannt, kommt ebenfalls von einerSanta besonders auf der Antilleninsel

Einigest s s^ha und auch in Brasilien wächst. NachU.'ie dst« £ § von dem nämlichen Bauine stammen^beutent>°^^f' aber jedenfalls ist sein Farbstoffgehaltstkringer. Es hat äußerlich viel tiefe Fur-andere Vertiefungen, weshalb der Splint

chen

und

nicht völlig abgeschält ist, und rnwendlg ist es, wennman es spaltet, bräunlichgelb, mit vielen glänzen-den, mit Harz ausgefüllten Poren. Man unter-scheidet davon 2 Sorten: Mittel-St. Mar-thensholz, welches in Stücken von 15—25 Pfd.kommt, und Stockfisch holz, dessen Stücken dün-ner , unter 10 Pfd. an Gewicht sind und viel Splinthaben. Unter dem Namen Lima- oder Costa-ricaholz kommt jetzt auch eine Sorte von der süd-amerikanischen Westküste, welches dem vorigen ganzähnlich ist, aber weniger Splint hat. — Z) DasSapanholz (irrig oft Japanholz genannt), vonder Caesalpinia Sapan, in Ostindien, China, aufden Philippinen, den Maskarenen rc., ist an Ge-halt dem Fernambuk fast gleich. Die beste Sortedesselben, welche Sapan-Bimas heißt, hat sästganz das nämliche äußere Ansehen wie das Fernam-bukholz, und unterscheidet sich von ihm nur durcheine starke Markröhre in der Mitte der Stücke, dieübrigens nur ohngefähr 1 Zoll dick und meist ziem-lich gerade sind, weshalb es auch Prügel holz ge-nannt wird. Im Innern ist die Farbe lebhaft gelbmit Atlasglanz. Alan erhält es hauptsächlich vonJava und mehreren anderen ostindischen Inseln,von Ceylon und der Küste Koromandel. DasSapan-Bimas-Wurzelholz ist weniger be-liebt, als das vorige, weil es sich schwer raspeln läßtund in den Höhlungen gewöhnlich Steine und Erdeenthalten sind; es enthält aber ebenso viel und viel-leicht noch mehr Farbestoff. Geringer ist das Sa-pan-Siam, das aus größeren und stärkerenStücken besteht, die in der Mitte ebenfalls eine Mark-röhre haben, aber nicht rein geschält, sondern nochmit mehr oder weniger Splint versehen sind. Eskommt hauptsächlich von Singapore. Noch geringerist das Sapan-Padang. — 4) Brasilettholznennt man mehrere geringere Arten Rothholz, diehauptsächlich von den westindischen Inseln kommen,z. B. das von Cuba und einigen anderen Inselnvon der Caesalpinia vesicaria, welches aus schwa-chen Stücken wie das Sapan-Bimas besteht, aberkeine Markröhre hat und von bräunlichgelber Farbeist; auch gibt es eine ins Violette fallende Farbe; dasJamaicaholz von Comocladia aculeata, hat eineröthliche Orangenfarbe und ist zuweilen geflammt;das Bahamaholz von den Bahamainseln vonCaes. christa über bahamansis ; das sogenanntegelbe Brasilienholz von Caes. mexicana; dasschon oben erwähnte Bahiaholz rc.— 5) DasGabanholz oder Camholz, engt. Camwood,auch afrikanisches Rothholz, Angolaholzoder rundes Sandelholz genannt, von Ba-phia mtida, die in Afrika, Südamerika und West-indien wächst, ein feines Holz von dunkelrother Farbemit schwarzen Adern; es gibt eine schöne rothe Farbe,die einen Stich ins Gelbe hat. Das Sandelholz,von dem wir in einem besonderen Artikel sprechen,wird nicht unter die Nothhölzer gerechnet.

Roth in Blattern, s. Saflorroth.Rothkorsten, s. Käse.

Rothofsit, s. Colophonit.

Rothsalz, s. Natron, holzessigsaures.

Rothschär oder Rothscheer, s. Kabliau.

Rothstein, s. Röthel.

Rothstifte zum Schreiben sind entweder vier-kantig gesägte Stangen feiner Röthel, die wie Blei-stifte in Holz gefaßt sind, oder sie sind von gepul-vertem oder geschlemmtem Röthel, der mit Gummiund Seife zu einem zähen Teige gemacht und dann