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Zweiter Band.
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Schmack

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Einrede und Vorbehalt sich zur Erfüllung des Han-dels und aller auf dem Schlußzettel namhaft ge-machten Bedingungen verpflichten. Dieser mußdaher, außer den Namen des Käufers und des Ver-käufers^ der Angabe des verkauften Gegenstandes,der Quantität und des Preises desselben, des Datumsund der Unterschrift des Mäklers, auch alle sonst nochfestgesetzten Bedingungen wegen der Zeit und derArt der Bezahlung, wegen des etwa festgesetzten Dis-conts, Rabatts u. dgl., wegen der Empfangnahme,ob die Waare nach Probe, aus Besicht rc. verkauftist rc., enthalten. Außer über verkaufte Maaten,Wechsel, Staatspapiere u. dgl., werden auch überandere durch einen Mäkler abgeschlossene Geschäfte,z. B. über Versicherungen, Schlußzettel ausgefertigt.An manchen Orten, namentlich in Hamburg, mußjeder Schlußzettel gegen eine Abgabe gestempelt wer-den. — S. übrigens Mäkler.

Schmack, s. S um ach.

Schmalkalden, Stadt und Hauptort des gleich-namigen Kreises in Kurhessen, Provinz Fulda, amZusammenfluße der Schmalkalde und Stille, undam Fuße des Questenberges, worauf die Wilhelms-burg auf der Stelle des alten Schlosses Wallrabsteht, hat 6000 Einw-, ein altes Schloß, ein Pro-gymnasium, eine Handwerksschule, lebhafte Industriein Eisen und Stahlwaaren aller Art (Werkzeuge,Messer, Scheeren, Kaffeemühlen rc.) die unter demNamen „Schmalkalder Waare" überall be-kannt sind. Sodann sind Gerbereien, Fabriken vonHüten, Papier, Gewehren rc. vorhanden, auch dieTuch -, Wollzeug - und Barchentweberei, sowie dieStrumpfwirkerei sind von Bedeutung. — Im Be-zirke der Stadt sind viele Hammerwerke, Schleis-kothen, Blechhämmer, Bohr-, Mahl- und Loh-mühlen, welche die wahrhaft großartige Betriebsam-keit in den schon erwähnten Hauptartikeln begün-stigen. — Hier schlössen die protestantischen Fürsten1531 den „schmalkaldischen Bund."

Rechnung, Münzen, Maße ».Gewichte,s. Kurhessen.

Schmälte, Smalte, blaue Farbe oderBlaußel, Sächstschblau, ist eine mit Kobalt blaugefärbte und sein gemahlene Glasmasse, welche zumBläuen der Stärke beim Waschen, zum Bläuen derLeinwand und anderer Zeuge und des Papiers, zurOel-, Wand- und Wassermalerei, zum Färben vonGlasfluß und Emaille, zum Malen aus Porzellan,Steingut und anderem Thongeschirr rc. gebrauchtwird. Sie wird bereitet, indem man Quarzsand,Kali und rohes oder geröstetes Kobalterz zusammen-schmelzt , das dadurch erhaltene Glas im Wasser ab-löscht, wodurch es mürber wird, dann fein mahltund schlemmt. Durch stärkeren oder schwächerenZusatz von Kobalt und durch Verschiedenheit desVerfahrens werden alle Nuancen vom höchstenDunkelblau bis zu ganz hellem erzeugt und außer-dem entstehen auch durch den Grad der Feinheitmehrere Sorten. Die wichtigsten Blaufarbenwerkesind im sächsischen Erzgebirge, welche die in demSchneeberger und Annaberger Bergrevieren gewon-nenen Kobalterze verarbeiten. Es sind 3, nämlichdas königliche zu Oberschlema bei Schneeberg unddie Privatpersonen angehörenden in Psannenstiel(mit welchem das frühere Zschopenthaler vereinigtworden ist) und das Schindlersche bei Bockau. Siebilden zusammen einen Verein, das sächsische Blau-sarbenconsortium genannt; alle in Sachsen gewon-nenen Kobalterze müssen zu festen Taxen an sie ab-

Schmelz

geliefert werden und sie liefern die verfertigte Farbean die beiden Hauptlager in Schneeberg und Leipzig,welche allein den Verkauf im Ganzen besorgen. Dieverschiedenen Sorten sind aus den Preiscourantendurch Buchstaben bezeichnet und diese sind auf demoberen Boden der Fässer unter dem gemeinschaft"lichen Wappen der Werke eingebrannt. Die Schwadtesorten zerfallen hauptsächlich in Eschel und Colenr, von denen die ersteren seiner gemahlen undheller sind, als die letzteren. Außerdem verfertigendie sächsischen Werke auch Kobaltultramarin (f- Ko-baltblau), Kobaltoxyd und Zaffer (s- bei"des). Die Schmälten sind in Fässern von 3 s /st "V* und J /i Bergcentner (doch sind einige Sor"ten nicht in allen diesen Gebinden zu haben),die Zaffer in Fässern von 7 und 1 Centner-, dieKobaltoxyde in Packeten von 1 Pfd. und der Ultra"marin in Packeten von 1, Va und V* Pfd- ® tcsächsischen Schmälten sind wegen ihrer Güte und derZuverlässigkeit der Qualität (denn alle Farbe wird,ehe sie zum Verkauf genommen wird, von einem be"sonderen Beamten geprüft) in der ganzen Welt be-rühmt; die meisten gehen nach England und Holland,welche Länder hauptsächlich den Absatz nach fremde"Welttheilen vermitteln. In Holland werden sie »ochfeiner gemahlen und ihnen zum Theil auch Indigo rc.zugesetzt, und dann macht man 30 Sorten daran»,nämlich 10 blasse und 20 hohe oder dunkle. — Außerin Sachsen wird noch an vielen anderen OrtenSchmälte verfertigt, die aber der sächsischen sammt"tich nachsteht. Am nächsten kam dieser das Werk z"Fossum in Norwegen, welches hauptsächlich ftimSorten und ganz nach sächsischen Mustern, Sor"tirung, Packung rc. verfertigte, aber 1849 eingc"gangen ist. In Deutschland gibt es noch BlaN"sarbenwerke in Silberberg und Platten in Böhme",in Hasserode am Harz, in Karlshafen und Schwär"zenfels in Kurhessen, in Glücksbrunn im Mein"'"zischen, in Sophienau im Coburgischen, in WreMPottenstein und Gloggnitz in Oesterreich und a"einigen anderen Orten.

Schmalz nennt man das ausgelassene Schweine"und Gänsefett (s. Schweineschmalz) und tnmanchen Gegenden auch die Schmelzbutter.

Schmalz, s. Leindotter. „

Schmalzöl, ist ein künstlich bereitetes Oel, welche ,durch Zusammenschmelzen von 32 Theilen 31#”!mit 1 Theile Kartoffelstärke gewonnen wird. DaOel verliert dadurch den starken (Geruch undschmack und kann wie Butter gebraucht werdetAuf gleiche Weise kann auch ranzig gewordenes Oeund Fett wieder gereinigt werben. (S. alW

S

weineschmalz).

Schmasen, s. Baranken.

Schmeerstein, s. Speckstein.

Schmelz oder Schmelzperlen nennt niakleine, V«—Va Zoll lange Stückchen dünner Glaröhrchen, die man nach Art der Glasperlen 5Stickereien und verschiedenen Verzierungen, be)osonders an Theater- und Maskenanzügen, scrnCartonagearbeiten, Arbeits- und Geldbeuteln, beigürteln und vielen Putzgegenständen verweh ',Man verfertigt ihn von verschiedenen Farben, ha^.sächlich schwarz, gelb, roth, bleigrau und weiß, "diese werden durch Metalloxyde erzeugt, mit der .die Röhrchen inwendig überzogen werden. Daduentsteht ihr lebhafter Glanz, indem sie das rgleichsam abspiegeln. Alan verfertigte den Schw'Lfrüher nur in Murano bei Venedig, jetzt aber

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