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Zweiter Band.
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Turin

maß Der Cafiz oder Cafisso hat 16 Huöba L12 SaL u. der letztere ist 2,^ Liter. — Flüssig-keitsmaß. Der Mettar, Mattaro, Metall oderMitre zu Wein ist — 9 3 / 4 —10 Liter und es werdengewöhnlich 61/2 Mettar auf die Millerolle von Mar-seille gerechnet, deren man sich im Großhandel all-gemein bedient. Der Mettar zu Oel hat 2 Kolleh ü.8 SaL, der letztere ist = 1 , 26 Liter und an Gewicht— 2 Rottel @mfi. Dieses Oelmaß gilt jedoch nurin Tunis und Porto-Farina, in anderen Häfen istder Mettar 25, 23y 2/ 40 und auf Dscherbi sogar100 % größer. — Gewicht. Der Kantar hat.400Rottel und der Rottel wird in eine verschiedene An-zahl Unzen oder Uckie getheilt, welche bei sämmt-lichen Gewichtsarten von gleicher Größe sind. DerRottel - Attari für Droguen und Metalle hat 16 Uckieund ist = 560,880 Gramm., der Rottel Sucki fürFleisch, Butter, Seife, Oel, Oliven, Honig, Früchte,Holz rc. hat 18 Uckie und ist — 668,445 Gr., derRottel Khaddari oder Greddari für frische Kräuterund Gemüse hat 20 Uckie und ist -- 639,453 Gr.Der Kantar rohe Baumwolle hat 110, Baumwollen-garn und Eisen 150 Rottel Attari.

Tunna (Tonne), Flächen-, Getreide- undFlüssigkeitsniaß in Schweden.

Turan oder Turkestan nennt man das großeasiatische Land, welches nördlich von Iran undAfghanistan und übrigens zwischen dem kaspischenMeere, Sibirien und der Mongolei liegt. Es bestehtaus mehreren einzelnen Staaten und nomadisiren-den Völkerschaften, von denen Buchara, Kho-kaud und Khiwa die mächtigsten sind, die auchallein Interesse für uns haben. Das Land bringt inseinen fruchtbaren Gegenden viel Baumwolle, Tabak,Getreide, Hirse, Mais, Hanf, Obst, Südfrüchte,Wein, besonders viel Melonen und Gurken hervor;Wälder sind selten und nur auf den Hochgebirgen.Man zieht die gewöhnlichen Haustbiere, meist sehrschöne Pferde, aber schlechtes Rindvieh, viel Esel.Kameele und Schafe, auch mit Fettschwänzen; esgibt wilde Pferde und Esel, Antilopen, Wölfe, einegroße Tigerart und verschiedene kleine Raubthiere,Schlangen, Eidechsen, Chamäleons, Schildkröten,Geier und viele andere wilde Vögel rc. Die Gebirgeenthalten edle Metalle, Kupfer, Eisen, Blei, wahr-scheinlich auch Zinn, mehrere Edelsteine, Stein-kohlen, Steinsalz, Salmiak, Naphta, und fast alleSteppengewäsfer enthalten Salz. Die Bewohnerder Städte treiben viel Baumwollen-, Wollen- undSeidenweberei, Lederbereitung (schönen Chagrin),Stickerei, Färberei, und verfertigen gute Stahl-arbeiten ; Acker - und Gartenbau wird mit großemEifer getrieben. Der Handel vermittelst großer Ka-ravanen zwischen den bedeutendsten Städten undmit dem Auslande ist sehr wichtig.

I. B u ch ar a, B 0 chara oder die gr 0 ße Bucha-rei, der südöstliche Theil, auf dem westlichen Ab-hang der Gebirge, ist zum Theil fruchtbares Hügel-land, größtentseils aber dürre Sandwüste, undwird vom Amu-Darja mit vielen Nebenflüssen,sowie vom Kuan-Darja oder Kohnk durchstoßen,der sich in den Steppeusee Karakal ergießt, nachdemer durch tausend künstliche Kanäle das Land be-fruchtet hat. Die Hauptstadt Samarkand, welchean diesem Flusse liegt, hat 50,000 (n. A. nur10,000) Einw., meist hölzerne Häuser, Fabrikenvon Seidenpapier, Baumwollenwaaren. Leder rc.und starken Pferdehandel. Die größte Stadt aberist Buchara (s. d.); ferner Kueschi, wichtiger

Handelsplatz zwischen Samarkand und Kabul,mit 10,000 Einw.; Karakal, 30,000 Einw.,'Tschardschu am südlichen Ufer des Amu, 4—5000Einw.; T s ch a r a g d s ch i, G u s s a r u. a. — Mün-zen rc. s. Buchara.

II. Khiwa oder Orgundsch, eine große Oaseam unteren Amu, im Osten durch diesen Fluß, imNorden durch den Aralsee, im Süden und Westendurch Sandsteppen begrenzt, ist nur etwa 45 Meilenlang und. 20 breit, beherrscht aber weit und breitdie Wüstenbewohner, bis zum kaspischen Meere undselbst bis über die persische Grenze. Es ist durchzahlreiche natürliche und künstliche, vom Amu ab-geleitete Kanäle fruchtbar gemacht, und gleich Kabul,Buchara und Herat ein Knotenpunkt für den mittel-asiatischen Handel, zugleich aber auch mehr alsdieses, eine der Brücken, über welche sich der Ver-kehr zwischen Süd - und Nordasien. zwischen demenglischen Vorderindien und Rußland bewegt. DieGewerbszweige des Landes sind Viehzucht (Kameele,Pferde, Rinder, Schafe, Ziegen), etwas Webereiund Metallarbeit. Gegenstände der Ausfuhr sindBaumwollwaaren, Pelzwerk. Vieh, Häute, Gewebevon Wolle und Kameelhaar, Früchte, Seide; einge-führt werden Stoffe aus Seide, Wolle und Baum-wolle, Farben, Waaren aus Leder und Metall, Ge-treide und Sklaven. Die Hauptstadt des Landes tstKhiwa oder Chiwa an einem Arm des bedeutend-sten centralasiatischen Flusses Amu Darja, sonstauch Gihon oder Ulu mit etwa 25,000 Einwohnern,mit Schloß und Moscheen und schlechten Befest^gungen, in einer von Fruchtbarkeit strotzenden undgartenmäßig bewirthschafteten Landschaft. AlsHaUpl-Platz im Flußthale des Amu, den die Alten für denwichtigsten Fluß Asiens nach dem Indus und Gan-ges hielten, ist es ein Mittelpunkt der mittelasiati-schen Landhandelsstraßen und Hauptplatz für denSklavenhandel. Ferner: Neuurgenz oder Or-gundsch, 10,000 Einw.; Hezarasp; Konrasoder Kungrad an einer Mündung des AMU,Mangischlak, guter Hafen am kaspischen Meere,auf der gleichnamigen Halbinsel, wohin russis^

' Handelsschiffe kommen. — Man rechnet hier nochTilla zu 14 Abassen L 2 Tengas L 40 P"oder Karapul; der Tilla ist von Gold und ohE> fähr 41/3 Thlr. im 14-Thlr.-F. werth; die Tenga 0von Silber und ca. 4% Sgr. werth; der Pul ist ^Kupfer oder Messing; der Abaß ist nicht gepA'Der hiesige Batman (Gewicht) ist ----- 48 russ. -P' D 'oder 19,0565 Kilogrammen.

III. Khokand ober Chokan liegt nordostuevvon Buchara, ist besonders im Osten hohesbirgsland und nur im Nordwesten eigentlichFlachland oder Steppe. Hauptfluß ist der 'mit vielen Nebenflüssen, der zugleich die westu?t.

s Grenze bildet. Die Hauptstadt Khokand am y 1; und Karasai, mit 60,000 (n. A. 100,000)

.hat mehrere Fabriken; Chodschend, soll eb" >groß sein, hat Türkisgrubeu; Taschkend, o>vom Sir, hat 3000 Häuser, Baumwoll- u. ®5 l r, rbau; Turkestan am Karatschik, hat 1000 Ham 'bei der Stadt Kutscha sind viele Felsenhöhlen,denen Salmiak gesammelt wird.

Turbitwurzel, s. Turpitwurzel.

Turfol, s. Photogen. vor

Turrn am Po und der Dora riparla, now ^1865 Hauptstadt des Königreichs Italien .215,000 Einw., in einer herrlichen Lage, vo ^zeuden Hügeln mit prächtigen Landhäusern umg