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treibt außer Heringsfang Schiffsbau, hat Steinkoh-lenhandel, Seebäder, fertigt Krep und Seidentücherund steht mit allen englischen Haudelsorten undHafenstädten in Eisenbahnverbindung. — Sehens-werth ist hier auch Nelsons Denkmal, das in einer78 Fuß hohen Säule besteht.
Rechnung, Münzen, Maße u. Gewichte,s. Großbritannien.
Jeddo, s. Jeddo.
Zanzibar
t einen, s. Arabien.
Jettibje, heißt die beste Sorte des bulgarischenBlättertabaks.
Verba, s. P araguaythee.
Ihren, s. U er en.
Hin oder Tschang, ein Längenmaß in China.Hsop, s. Jsop.
Vuta, Aut, ein Längenmaß in Siam.
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Zabbarazeuge oder Zaparas, s. Agave.
Zacatilla, s. Cochenille.
Zacconöl oder Zacconbalsam wird aus deneichelähulichen Früchten eines in Palästina wach-senden Baumes gepreßt, der Aehnlichkeit mit unsermPflaumenbaume hat. Es gleicht dem süßen Mandel-öle, wird aber von den Arabern, die es in kleinenledernen Schläuchen nach Syrien zu Markte bringen,meist mit Olivenöl verfälscht. Das beste ist das,welches mit den Händen ausgepreßt wird; das nach-her durch Stampfen mit warmem Wasser gewonneneist geringer.
Zackelfelle, s. Schaffelle.
Zaffer, Zaffra, Saffra oder Saflor nenntman eine Mischung von Kobaltoxyd mit dem 2 bis4fachen Gewicht gemahlenem Kiesel, die auf denBlaufarbenwerkeu verfertigt und zur blauen Glasurder Töpferwaaren, zur blauen Farbe auf Porzellanund zum Färben des Glases und Emails gebrauchtwird.
Zaggeleisen, s. Flammeleisen.
Zahl oder Zaspel, 1) ein Garumaß, s. Lei-nengarn; 2) im Fischhandel eine Anzahl von110 Stück.
Zahlpsennige, s. R e ch e n p f e n n i g e.
Zahltag, Z a h l w o ch e, s. Messe.
Zahlwerth, s. Nennwerth.
Zahnperlen, Anodyne neclaces, nenntman die auf eine Schnur gereihten Samenkörnerder Gichtrose oder Päonie, die, wenn man sie denkleinen Kindern um den Hals bindet, ihnen dasZahnen erleichtern sollen (f. auch Gichtr os e).
Zahnschnecken, Dentales, sind größere oderkleinere, weiße, gelbliche Muscheln von rundlicherForm, die aus Indien kommen, und zur Berzierungvon Pferdegeschirren rc. dienen.
Zahnwurzel, Bleiwurzel oder Schuppen-wurzel, Radix Dentariae, Plumbaginis,Squamariae, nannte man früher verschiedeneWurzeln, welche theils gegen Zahnschmerz, theilsgegen die Krämpfe der Kinder beim Zahnen ge-braucht wurden. Sie waren namentlich von ven-taria bulbifera, Plumbago europaea und Lathraeasquamaria.
Zajie, Zaegi, Chaet, Schahi, eine persischeSilberscheidemünze.
Zak, Sack, ein niederländisches Getreidemaß —1 Hektoliter.
Zander, s. Sander.
Zanzibar nennt man den Theil der Ostküste vonAfrika zwischen dem Cap Delgado und dem FlusseQuillinancy, der, sowie eigentlich die ganze nörd-lichere Küste bis zum Cap Gardafui jetzt voMJmam von Maskat beherrscht wird. Das Küsten-land ist niedrig, theils sandig, theils sumpfig, >mInnern aber, das jedoch noch fast ganz unbekanntist, erheben sich Gebirge, von denen mehrere FlüsseHerabkommen. In manchen Gegenden ist der Bodenauch sehr fruchtbar und waldreich und bringt vielHolz, mehrere Palmen, Baumwolle, Zucker, Kaffee,Pfeffer, Indigo, Copal, Weihrauch, Ambra,Myrrhenu. a. afrikanische Pflanzen hervor; es gibt viel Ele-phanten, Nashorne, Löwen, Panther, Flußpferde,Geflügel, Fische rc. und etwas Gold; auch Gewürznelkenbäume hat mau in der neueren Zeit mitgroßem Erfolg angepflanzt. Außer den genanntenProdukten werden Häute, Wachs, Honig, Schild-patt, Rhinozeroshörner, Perlen, Elephantenzähne(einer der wichtigsten Artikel- und Sklaven ausge-führt. Die Hauptstadt nnd Residenz des Jmams,Zanzibar (s. nachfolgenden Art.) liegt auf dergleichnamigen, von den Afrikanern „Ungujo" gc-°nannten, 9 Meilen langen und 5 Meilen breitenInsel, welche ein Areal von ca. 400,000 Acres um-faßt, gebirgig, aber außerordentlich fruchtbar istGewürze (hauptsächlich Nelken; die durchschnittlichejährliche Ernte beträgt ca. 7 Millionen Pfd. iwWerth von 85,000 Pfd. Sterl.), Südfrüchte, Cocos-nüsse, Gummi, Senuesblätter, Spießglanz, Vitriol,Elfenbein, Zucker, Reis. Baumwolle rc. erzeugt.Bon der See aus gewährt die Insel den Anblickeines ununterbrochenen Waldes von Cocos-, Mango-und anderen Bäumen, dessen Hintergrund die Nel*kenpflanzungen auf den Anhöhen bilden, jedoch istdie Insel nach allen Richtungen von Wegen undgrünen Pfaden durchschnitten. Ihre Bevölkerungschätzt man auf ca. 250,000 Seelen; eine auch n"sannähernd sichere Angabe ist unmöglich, da keinerleiamtliche Tabellen darüber geführt'werden. ® teHaupthäfen sind außer Zanzibar: Chak Cha',mit gutem und sicherem Ankerplatz; Kilwa, moder stärkste Sklavenhandel der Küste betrieben Wirt',Kilwa Kivingia, Bestimmungsplatz aller Skla"ven-Karavanen, welche von dem großen See Nyast^nnd dem Lande Tyahow kommen'; ferner Mauzn/Tungi, Kiswarra, Kaoli, Bhowenl,Buromaji, Pangani, Mombasa, P^rDurnford,Lamu,Brava,Murka und