Band 
Dritter Band.
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schen diesen beiden Theilen Statt findet, und dieserUnterschied erstreckt sich auch auf das Uebrige.

In dem holländischen Flandern sind alle Pacht*Höfe groß. Die natürliche Fruchtbarkeit der Erde hatdie Industrie seiner Bewohner weniger geweckt. Ma"bekümmert sich nur wenig um Dünger; der Ackerbauwird nachlässiger betrieben, und zeigt sich hier nichtmehr als eine Kunst, welche Zeit und Feldbestellungdurch feste Gesetze verbindet; wo Pflug und Grabscheitmit einander wetteifern; wo jedes Feld gleich eineniGarten in lange Beete vertheilt, von eben so vielengolen durchschnitten, und durch diese trocken gelegtwird. Hier bewundert luvn nicht mehr die Gedulddes Sandmanns bey dem Verpflanzen des Rapses undanderer Gewächse; hier sieht man nicht ganze FamilieUauf dem Felde liegen, um das Unkraut auszuziehen,oder die lechzenden Pflanzen zu begießen. Das hol*landische Flandern ist eigentlich, was wir in Frankreich

6s culrurs nennen; nur mit dem Unter*

schiede, daß man hier keine Dreyfelderwirthschaft treibt,welche aller drey Jahre mit einer Brache verbunden ist-Der Boden tragt hier alljährlich, und deckt sich, be*fruchtet vor Zeiten von dem Meere, noch immer mitjenen herrlichen Aerndten, welche, wenn die Unterhabtung der Dämme nicht so ungeheure Summen erfo*derte, einen erstaunlichen reinen Ertrag abwerfen wür*den. Es herrscht in diesem holländischen Antheile ziem*sich allgemein der Gebrauch, die Erde aller sieben Jahreeinmal ruhen zu lassen. Ist dieser Gebrauch wirklich