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Oekonomische Pflanzenkunde der landwirthschaftlichen Kulturgewächse / von K. Robert Herrmann
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Bohnen.

beseitigt ist, wenn auch Stroh und Schoten zu dieser Zeit noch grünsind. Man mähet die Bohne ab und zwar so, daß die Schwadenquer über die offenstehenden Furchen zu liegen kommen. Ist daSStroh noch sehr grün, so dreht man die Schwaden um, nachdem sieoberwärts etwas windtrocken geworden, bindet sie nach Verlauf eini-ger Tage mit Strohseilen in Garben und bringt sie nahe beim Hofe,etwa auf ein nahe gelegenes Stoppelfeld, wo sie alsdann wieder ab-geladen und in lange Höcken gesetzt werden; hier bleiben sie so langestehen, bis sie geschickt zum Einfahren sind.

Die Dauer der Keimfähigkeit des SaamenS erstreckt sich auffünf Jahre, das Aufgehen erfolgt nach 10 Tagen.

Das specifische Gewicht des SaamenS: 1,273. Das Gewichtdes preuß. Scheffels circa 100 Pfund. Der Saatbedarf pro Magdeb.Morgen 80 90 Pfund. Der Ertrag eines Morgens 20 bis 22Scheffel Körner, 12 bis 18 Centner Stroh. 40 Pfund Bohnensind im Futterwerthe gleich 1 Centner Wiesenheu.

100 Theile Bohnen enthalten (nach Braconnot):

Stärke

42,58

Legumin

18,40

Thierischer Stoff

8,00

Gallertsäure

4,00

Schleimzucker

2,00

Wasser

12,50

Saamenschalen

8,26

Grüne, fette Substanz und Chlorophyll

1,20

Faser der breiigen Masse

1,06

Kohlensaurer Kalk

0,07

Salze und Verlust

1,93

100 Theile.

100 Theile lufttrockenen Bohnenstrohes enthalten (nach Spren-

gel) ausziehbare Theile: durch Wasser 10,666

r Aetzkali 37.424

» Alkohol an Harz und Wachs 0,910Pflanzenfaser 51,000.

Nahrhafte Bestandtheile überhaupt 48,080 Procent. Aschen-gehalt 3,121.

Bestandtheile der Asche: Kali 1,656.

Natron > 0,050.Kalkerde 0,624.Bittererde 0,209.Thonerde 0,010.Kieselerde 0,220.Eisenoxyd 0,007.Manganoxyd 0,005.

Chlor 00,80.Schwefelsäure 0,034.Phosphorsäure 0,226.