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sei. Noch manche andere, vielleicht den Wirthschaftsverhältnissengemäß, nicht ohne Vortheil vorkommende Frucktfolge beim Weizen-bau, sind meistens durch die gegebenen Oertlichkefien und Boden-mischungen bedingt, weßhalb sich etwas allgemein Gültiges hier-über nicht feststellen laßt.
Hinsichtlich der Bearbeitung dcö Bodens ist im Allge-meinen anzunehmen, daß der Weizen einen wiederholt bearbeitetenund der Einwirkung der Luft gehörig ausgesetzten Boden verlangt,nur muß der sich leicht schließende Boden nicht zu sehr gepulvert wer-den, weil er dann zu sehr zusammcnschlämmt und sich zu fest schließt.Man kann daher nach Maaßgabe der Beschaffenheit dcS BodenSdem Weizen durch zu viele Bearbeitung mehr schaden als nützen.Wie viel Bearbeitung und in welcher Art sie zum Weizen erfor-derlich ist, dicö richtet sich eben sowohl nach der Beschaffenheit deSBodens, als nach der Fruchtfolgc, in welcher er gebaut wird. ESmag nun aber der Boden zum Weizen unmittelbar zugerichtet wer-den, oder die Zurichtung durch eine Vorfrucht erfolgen, nach wel-cher der Weizen ohne weitere besondere Bearbeitung folgt, so kommtes immer hauptsächlich darauf an, daß der Boden möglichst tiefgelockert sei, weil vic Wurzeln des Weizens tief eindringen, eintief bearbeiteter Boden aber seine Feuchtigkeit um so besser erhält.Hiernächst ist aber auch Vertilgung des Unkrautes erforderlich, wel-ches den Weizen im Frühjahre beeinträchtigt, indem eS weit zeitigerals er treibt, oft dergestalt, daß sich nur wenige Pflanzen desselbendurcharbeiten können. Wenn der Weizen eine Brachbearbcitnug er-hält, so bestellt man den mehr lockern Boden gewöhnlich mit dreiFurchen und läßt nur in dem Falle, wenn viel Wurzeluukraut vor-banden ist, eine vierte Bestellungsfurche folgen. Der kundige Bo-den muß mit vier Furchen bestellt werden, und ist er sehr streng,so läßt man wohl auch noch eine fünfte Furche folgen, und den-noch wird man oft die gehörige Zerkleinerung der Klöße noch nichtbewerkstelligt , haben, man muß vielmehr zum Zerklopfen derselbens"ne Zuflucht nehmen, wodurch die Arbcitökosten beträchtlich ver-mehrt werden. Bei einem derartigen Boden, in welchem gewöhn-lich ein so geringer Graöwuchs stattfindet, daß auf eine Benutzungdesselben zur Weide nicht zu rechnen ist, bleibt es angerathen, dieerste Furche im Herbste zu geben und das Land in rauher Furcheliegen zu lassen, wo es durch den Frost mürber gemacht wird, alsdurch die wiederholte sorgfältigste Bearbeitung, und man dadurchbeträchtlich an ArbeilSkostcn erspart. Wenn ein solcher Boden nureinigermaßen zu Raps, oder zur Kultur in Reihen gcsäeter Früchtegeeignet ist, so versäume man deren Anbau durchaus nicht, manwird dabei noch immer mehr Vortheil haben, als wenn man dasLand Brache liegen und erhärten läßt. Eine angemessene Wech-selwirthschaft wird hier unter allen Umständen die angemessensteseilt, und je „ichr ein solcher Boden durch anderweitige Verhält-nisse Zuschuß an Dünger erhält, um so mehr wird man sich aufden Anbau nur verkäuflicher Früchte beschränken müssen. Nach