5
so liederhaft berühren als Wiederholung eines Eindrucks auf das erstere.So lautet z. B. in der achten Idylle der schon angeführte 29. V.:
Und nun fangen die Knaben, und gern war Richter der Geißhirt.
Diesem korrespondirt der 80. V.:
Also sangen die Knaben, und also sprach nun der GeißhirL.
An andern Orten ist in unmittelbarer Nähe nicht das gleiche Wort,sondern ein anklingendes wiederholt, nnd es entstehen absichtlicheAssonanzen oder Alliterationen, wie z. B. Jd. VII, 99:
οίδεν "Αμιστ ις,
Έσ&λος , μέγ ά μιστός·
Ja völlige Reime treten hervor z. B. III, 12, 13 :
. αίθ-ε γενοίμα v
Ά βομβενσα μέλισσα, χαί ές τεόν άντραν ίχοίμανund Jd. VIII, 61:
Ταντα μέν ών δι αμοιβαίων οί παΐδες άεισαν.
u- s- f-
Des Wettern ist hieher zu zahlen die vorherrschende Milderung desHexameter durch die sog. bukolische Tetrapodie, d. h. die häufigeCäsur nach dem vierten Fuße, wodurch sich der Vers dem Tone nachin einen Tetramcter und einen Dimeter auflösen läßt, dainit an-deutend, daß er ohne Zweifel einem abwechselnd aus einer langenund einer kurzen Zeile zusainmengesetzten Liede der wirklichen Hirtennachgebildet worden, z. B. Jd. V, 124, 125.
Ströme für Wasser mir Milch, o Himera;
Und du, v Krathis,
Walle mit purpurnem Wein; ja Frucht auchTrage das Sumpfkraut.
Eben so häufig und am unbestreitbarsten auf Nachbildung eines wirk-lichen Hirtenbrauchcs hinweisend ist die Form des Wechselgesanges(άμοιβαίαν νπελάμβανε Ααφνιος άοιδάν Βωχολιχάν, wie esJd. VIII, 31, ταϋτα μέν ών δΐ αμοιβαίων οί παΐδες άεισαν,wie es ebend. 61 heißt). ·— In solchen Wechselgesängen tritt dannjene dem Ohr gefällige Wiederholung von Klang und Konstruktion,jene dem Sinn für innere Melodie schmeichelnde Wiederkehr oderSymmetrie der Ideen, die, selbst wenn sie aus keine Verwandtschaft