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starke Viehzucht liefert ihnen Felle aller Art, warum ver-fertigen sie nicht Leder aller Art daraus, da ihnen sogarihre Alpen Gcrbermaterialien im Ueberfluß darbieten, undsie so gut als Fremde Grolleder, Samischleder und Cor-duane zubereiten könnten? Sollten die Ergötzungcn frem-der Länder sie mehr reihen als diejenigen ihres Landes?Sollten sie an den ländlichen Festen, an den unschuldigenFreuden, welche bey Anlaß der Einsammlung ihres AI-penheues statt haben, keinen Geschmack mehr finden?Sollten sie an den Belustigungen während dem Winteran den raschen Schlittenfahrten, an den muntern Tän-zen, an dem traulichen Hängart, in der guten warmenStube, wo unter süßem Geschwatze die langen Abende ander Seite des lieben aber unschuldigen Mädchens dahin-eilen, weniger Behagen empfinden, als an den Herz > undSittenvcrdcrvcndcn Taumelspielen der Städte? O dannsind sie zu beklagen!
Möchte doch ihre, um das Wohl ihrer Landschaftsonst sehr besorgte Obrigkeit, etwas mehr auf die zweck-mäßigere Einrichtung der Landschulen bedacht seyn. Mansollte der Jugend nicht nur die dem Landmanne unent-behrlichen Kenntnisse, sondern auch Lebrnsphilosophie bey-zubringen suchen; ohne Zweifel würde sie daim einsehenlernen, daß sie nirgends glücklicher seyn, glücklicher wer-den kann, als bey ihrem Stand und in ihrem obgleichwilden Vaterland, und daß, so lange die Vorsehung ihnendie wahre Freyheit erhält, sie wahrhaftig zu beneiden sind.
So interessant es seyn möchte, von dieser alpinischenGegend ein genaues Vcrzeichniß der Thiere und Pflanzen,die daselbst vorkommen, dargeben zu können, so unmög-lich ist dieses für denjenigen, der sich nur kurze Zeit da-selbst aufgehalten hat. In den Faunen und Floren Bünd,tcns, die nach und nach in der Alpina erscheinen werden,