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in einer steilen Felsenwand, aus welchen die Ventaroltbliesen, theils mehrere Klüfte, welche durch das Zu«sammenstürtzen mehrerer Felsentrümmer gebildet zu seynschienen.
Letzteres war besonders der Fall in den Höhlen, diesich eine Stunde nördlicher (eher östlicher S. M.) im Chia-vennerthale, an unzähligen Trümmern des herabgestürtztenGedürgsstocks befinden, unter denen die alte Sladt Plurs begraben liegt. Unter den dortigen Höhlungen fand ichmehrere, die noch nicht zugebaut waren: ihr Luftstromhatte eine Temperatur von bis 8° R. Sowohl dieseTrümmer, als die steile Felswand bey Chiavenna, besteh»aus verschiedenen Gebürgsarlen. Die gewöhnlichste ist derLawez oder Topfstein. Unter letztem fand ich auch Trüm-mer von Granit- und von Glimmerschiefer.
In Chiavenna zog ich von mchrern Einwohnern, welcheKeller dieser Art besitzen, Erkundigungen über diese kaltenWinde ein. Alle Aussagen stimmten in folgenden Haupt-punkten überein, i) Daß diese Winde zu aller Zeit aus-strömen. a) Daß die Starke oder Geschwindigkeit desLuflstroms im Ganzen variirt, iedoch im Sommer stetsgrößer als im Winter ist, und r) daß auch die Kalte desWindes im Sommer stets größer als im Winter ist. —Daß dieser Luftstrom zu allen Zeiten aus den Klüften her-ausströmt, widerspricht den Nachrichten, welche Saussüreüber ähnliche kalte Winde eingezogen hat, und seine Theo,rie besteht damit nicht, der zu Folge in Höhlen eingeschlos-sene Luft, auf welche die äußere Temperatur allmähligeinwirkt, sie erzeugen soll. *)
) Sauffüre's schätzbare Nachrichten und Untersuchungen üverdie Ventarole findet man in seinen Voyages «lans les AlpesTom- V, 8'0. Edition (41c Ausgabe Tom. III. S. 209.'