gesenkten Kalksteinlagen dem südlich liegenden Sisfiger»thale nähern, so biegen sie sich auf einmal aufwärts zu,rück und steigen nun wieder nördlich gegen die Frohnalp«nter einem stärkcrn Winkel hinauf. Hier und da scheintdie Regelmäßigkeit der Schichten durch diese unbegreiflicheZurückbiegung gelitten zu haben, indem an dieser Stelleder Kalkstein stark zerklüftet ist, und die Schichten oft ge'borsten zu seyn scheinen.
In der nämlichen östlichen Gebirgskette folgt an derSüdseite des Sissigerthals der Achsen bcrg, der sichmit beynahe vertikalen Schichten erhebt, die sich aber baldgegen Süden übcrncigen, und also gegen Norden eingesenktsind. Folglich sind die beyden Gcbirgsstöcke, zwischen de-nen sich das enge S i ssig erthal von Osten her gegen denVierwaldstädter See hcrabsenkt, gegen dasselbe ein-gesenkt, so daß sie ihm beyde ihre Schichtenflache zukehren ,und dadurch wird ganz einleuchtend, daß dieses kleine un-bedeutend scheinende Thälchen nicht durch Ausschwem,mung oder durch eine Spaltung, sondern durch dieEinsenkung der beyderseitigcn Gebirgsstöcke gegen dasselbeentstanden seyn muß.
Diese Angabe wird um so auffallender, da jenseits demSee, dem Sissigerthale gegenüber, vollkommen diegleiche Schichtenbicgung und nachher die nämliche abge,änderte Schichteneinsenkung statt hat, ohne daß-dort einThal durch diese seltsame Biegung und Einsenkung entstan«den ist.
Der Achscnberg giebt dem VierwaldstadterSee«in Schauder« und Bewunderung - erweckendes Ufer, indemhier sein Schichtenprofil eine mehrere tausend Fuß hohevöllig vertikale an einigen Stellen selbst überhängende Fel-senwanb bildet, an deren uniniltelbarcm Fuße man hin-fchifft. Nur bey Tells Kapelle ragen noch einige Felsen»