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Zweyter Band.
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Wenn die Kirschen reif sind findet sie sich meistens ausKirsch-bäumcn und läßt sich deren Frucht recht wohl schmecken.

;6. Die Garten schnecke, Helix Hortensi« ,

Sie ist bey uns die gemeinste aller Schnecken, obgleichin Thüringen die schwarzgesauinle Art, oder vielmehr Spiel,art, gemeiner ist. Nach der äußern Form kömmt sie mitihr gänzlich übrrein; am gewöhnlichsten halt sie nur achtLinien im Durchmesser, jedoch habe ich sie auch einmalvon eilf Linien gefunden; der Mundsaum ist allemal weiß,sonst varicrt die Schale in der Grundfarbe sowohl als inder Anzahl der Bänder. Am allcrgewöhnlichstcn sind diefahlgelben mit fünf schwarzbraunen Banbern; dann ebensolche mit drey Bändern und die citronengeldcn ohne Band,weit seltener sind die geldrothen ohne Band, oder die weiß-lichen mit nur einem, zwey oder vier Bändern. DasThier ist ganz wie bey der vorigen Art, und fein Aufent-halt allenthalben, auf Bäumen, Hecken, Küchengewäch-sen u. s. w.

37. Die durchsichtige Schnecke *), Helix Pel-lucida. Die Schale ist etwas eyförmig, oben und untenstark gewölbt, sehr zart und glänzend; bey dem Leben desThiers schenkt sie dunkelbraun, mit geldlichten Flecken;leer ist sie durchsichtig, wie grünliches Glas; sie hat dreyGewinde, davon das erste sehr groß und daher die Mund-öffnung sehr weit ist; der Durchmesser der Schale hält3 1/2 Linie. Das Thier ist meistens dunkelgrau, biswei-len etwas heller, ins gelbliche. Ein häutiger Schild oderMantel reicht bey einigen ziemlich weit über die Mund-öffnung hervor, und macht sie der folgenden Art etwasähnlich, bey andern konnte ich nicht das geringste davon

*) Linue 1 . c. p. 5649. sp. 10g.

7") Gesffr»» Couch?!. UNI Paris. Deutsch . S. 45-