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besser zusammengehalten. So wird seit alten Zeiten auf den mei-sten Sarganseralpen das Vieh den ganzen Sommer „unter demStecken gehalten" und jeden Tag für ein paar Stunden zu „ganzemGras" geführt. Die Sennen sind zu dieser Hut um so mehr ver-anlaßt, als weder die Säße (Stäfel) einer Alp noch die Alpen gegeneinander abgezäunt sind. Die Hutweide erspart ihnen diesekostbaren Grenzhäge.
Wohl die geringsten Fortschritte hat die Kunstwirthschaft nochin der Molkerei gemacht. Hie und da wird die Schotte, nachdem ihrder Butter-, Käse- und Ziegergehalt entzogen ist, noch auf Milch-zucker eingedampft, was aber nur bei billigem Brennmaterial Vor-theilhaft ist. Ohne Zweifel dürste die Darstellung ganz feiner Käse-sorten, nach dem Muster berühmter und theuer bezahlter ausländi-scher, eine einträgliche Aufgabe der industriösen Alpwirthschaft sein.
Das Alppersonal hat bei dieser Wirthschaftsstufe den schwerstenDienst. Es wird auf den nothwendigen Bedarf eingeschränkt, mitkräftiger, arbeitswilliger Mannschaft besetzt und ihm nicht Zeit ge-lasien, viel in den Hütten und Weiden herumzufaulenzen, um nurim Herbst recht rund und fett herausgesömmert zu Thal zu fahren.Es ist aber keine leichte Sache, die rechten Leute zu finden, und dasallenthalben noch herrschende Borurtheil zu überwinden, auf derAlp pressire es mit dem Arbeiten ganz besonders langsam, und mansei von jeher nicht wegen dem Schaffen, sondern wegen dem „Stark-werden" z'Alp gegangen.