ist merkwürdig, daß diese Thierknochen fast alle entweder ganz erhalten,oder blos kalzinirt, und nur wenige inwendig mit Kalkspathkriftalleneingeflvssen sind. Von kNanerstorf stehen in dem lnäex loWiuin ?. II.des Herrn Hofraths von Born folgende Versteinerungen beschrieben:Wahre Alaten in weißem Kalksteine mit blaulichten Kerne, verschiedeneKinkhörner, Schraubenfchnecken, und gethürmte Mondschnccken in gelb-lichtem oder grauen Kalksteine, Herzmuscheln, und Gienmujcheln inschwärzlichstem Kalksteine u. s. w. Auf die Straße, wo man über Fischa-menr, Regelsbrunn und Hamburg nach preßburg fährt, bitt ich niegekommen. Wie mich einer meiner Freunde berichtet hat, soll zu Rc-gelsbrunn dicht an der Donau ein Stcinkohlenflötz von besonderer Artzu Tage ausbeißen, das aber nicht bebauet wird. Ich verfpare dieNachricht davon, bis ich die Gegend selbst gesehen habe.
Bey der Gegend von polchcrsdorf (pnrkcrsdorf) habe ichnoch anzumerken, daß ich den bey weidlmgau befindlichen Pflasterstein-bruch nun genauer besichtiget habe. Wie fand ich mich betrogen, daich den Berg, wo er bricht, für einen Kalkfels hielt! es giebt hier wieim Aallcnberge und Leopoldesberge allerdings Mergelschiefer oderKalkschieferlagen, aber die Steine, die man zum Pflastern nach Wienführt, find eine Art Wetzstein schiefers, und keine bloßen Kalkschiefer.Der Kalk macht noch dazu nur den kleinsten Theil dieser Lagen aus.Diese Wetzschiefer brausen zwar mit Scheidewasser, wodurch ich veran-lasset wurde, sie für Kalk zu halten: aber ihr Brausen kömmt daher,weil die feinen Kieseljandth^le mit Mergel verbunden sind. Und nunlaßt es sich erklären, wie diese Steine unter den Hufeisen der PferdeFeuer geben können, welches bey bloßen Kalksteinen niemals geschehenwürde. Dieser Stein fällt schwarzgrau, blaugrau, zuweilen etwasbraun, und eisenfchüßig, zuweilen glimmericht. Vermög seiner Bestand-theile muß er Koth verursachen, welches den durchs Wasser leicht lvSWerdenden Mergeltheilen zuzuschreiben ist; und er kann auch nicht langedauren, weil der kalkartige Leimen zu schwach ist, allem dem Ungema-che zu Mderftehen, welchem das Wienerpflaster ausgesetzt ist; er taugtalso Gebrauche nicht; dazu sind Granite die besten, weil sie
im WMr, statt aufzuweichen, unverändert bleiben.
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