56
mit phlogistisirten Langensalz ein Berlinerblau gaben, sonst weder mitmilden, noch äzenden Laugensalzen auch nur das geringste fällen läßt;nur mit der stärksten Vitriolsäure, ohne sie mit Wasser zu verdünnen,gelang es mir i. xr.cem. Alauncrde auszuziehen, nachdem ich sie einigeTage in Digestion erhalten hatte.
Vom sächsischen grünen Pechstein versuchte ich ein kleinesStükchen vor der Esse, da es denn für sich selbst zu einen weißlichenhalbdurchsichtigen Glaße floß. Die Ursache dieser Erscheinung scheintvon der Verschiedenheit des Verhältnisses der nächsten Bestandtheile,und der zufälligen Beimischung metallischer Erden abzuhängen, welchesich künftighin, so wie die nächsten Bestandtheile des weißen, dieTelkobanier Pechsteine begleitenden, Beschlags zu bestimmen suchenwerde.
!' " > _^ ' ' « - um
Herrn Peter von Men; ^vr. v. und königl. kliysici zu Bozen in Tyrol
Schreiben
an Zerrn Zofrarh von Born
über die galizischen Salzkothen.
^Hch ergreiffe die Gelegenheit E. Hvchwohlgebornen zu berichten, wasich während meiner Reise durch Pvhlen bei den galizischen Salzkothen inErfahrung gebracht habe.
Wenn man die Gegend von Uuisko bis durchreist, sokommt man hin und wieder zu Ortschaften, wo sich Quellen vorfinden,daraus Salz gesotten wird. Vermuthlich liegt in dieser ganzen Gegendunter der Erde eine ungeheuer grosse Salzsteinmasse verborgen, dieman nur zufälliger Weise bald hier bald dort entdecket hat. So dürftez. B. oft ein vorbeifliegendes Wasser dazu Gelegenheit gegeben haben,welches an seinem Ufer den Salzftok abspühlte. Dergleichen ereignetsich noch heut mit der Peuth zu Deiacui, und dem Bache, welcher von