Auch scheinet mir der grosse Büffon kaum sein Ziel erreichettu haken, da er die Erzeugung der obersten auch iz Fuß hoheu Erd-schicht von dem rothen Schlamme, welcher bald nach der Bildung derErde aus der mit wäßrigten Dünsten angefüllten Atmosphäre wäreniedergeschlagen worden, sinnreich herleiten wollte. Alle Beyspiele dieer bon Brunengrabungen anführet, lassen uus in den beträchtlichstenTiefen noch Versteinerungen, und Reste von Vegetabilien finden; undich kann mir nicht vorstellen, wie beym Niederschlage seiner Materie auseinem so dicken, und halbsiedenden Dunstkreise Körper, die Jahre zuihrer Organisirung brauchten, und damals kaum bestehen mochten,haben mit eingestreuet werden können. Nachdem wir'so überzeugendeProben einer zweyten viel späteren Fluth haben, so müssen wir natür-licherweise alle jene Schichten, worinn man Trümmer einer schon gutbestellten Erdenfläche findet, derselben, und nicht der ursprünglichen bil-denden Uiberschwemmung zuschreiben.
Seine Gedanken, über die Entstehung des Thones sind sehrsinnreich; indem er denselben aus zerriebenen Schlacken, Bimssteinen,und verglasten Materien, die sich in zarte Glimmerblätchen auflösen,erzeuget zuseyn behauptet. Sie sind in so weit, als man eine Mengezerstäubter Glasmaterien darinnen findet, nicht unwahrscheinlich (ob-gleich ich den Urstof des Tbones nicht einzig von aufgelößten Verglastsungen hernemmen wollte.) Wenn sich aber die Operation der Zerrer-bung von den Strömungen, die die erstgeftaleete Oberfläche der Erdeüberflössen, Herschreiben sollte, so hätte ich einzuwenden: warum manfast in allen Thonschiefer-und weichen Thonlagern Abdrücke, undUiber-bleibsel des Pflanzen-und Thierreiches antrift? ich darf sagen fast mallen, weil die Zahl der bisher also bestellt gefundenen die Schuldigkeit,den Gegentheil zubcweisen dem verneinenden aufbürdet, und der Satz:daß diese Thonlageu nicht ursprünglich sind, solange im Besitze bleibt,bis man erprobet, daß sie ursprünglich sind. Wenn ich auch zugäbe,daß bey der ersten Anlage der Erde, so wie sie uns Büffon schildert,Thon wäre erzeuget worden, so ist doch der Thon, den wir iyo finden,keineswegs se beschaffen, wie er damals war; denn er hat alle Zufälle,und Wirkungen der zweyten Fluth hindurchgehen müssen. Welche Ver-
B z änds-