Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
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weilen mit groben, auch Centnerschweren Gesteine, dennoch sparsamvermischet ist, gleichwie ich es in einer zehn Klafter mächtigen Thon-schicht bemerkte, mit dessen Durchschlagung man erst den Quellengrundgemimren mußte: woraus ich schloß, daß sie auch schon damals herab-sank, als noch grössere Steinklumpen von oben her angetragen wurden;daß man im weichen Thone viele Muschelgehäuse, und andere Körperganz unversteinert, und beynahe in einem natürlichen, nur verältertenZustande antrift. Daß ich auf grossen Flächen und Haiden keine tiefe-re Ausgrabung ftir sich gehen sich, wo man nicht auf eine sehr mächti-ge, weiche, blaue, oder dunkelgraue Thonschicht gerieth, unter welchermeistens der wasserreiche Sandgrund lag: daß die weißlichten, gelben,und rothen Thonarten durchaus nicht in so breiten, und anhaltendenSchichten auch in keiner so beträchtliche» Tiefe, als die ersterwehnteblaue vorkommen»"

Diese Thonschicht, verursachet sonderbare Erscheinungen in denBrünnen, und bey ihrer Ausgrabung. Der Thon ist, wie man esaus-Erfahrung weis, wasserhältig; sowohl, wenn ein Wasser, ober sel-ben in die Tiefe, als auch wenn es unter selben in die Höhe -rücket.Setze man nun den Fall, daß eine Flache ihre Quellen von nahen An-höhen erhält, wovon der unterirrdische Zug der Wässer gerade unteoder Thonlage hinfährt, so ist ganz natürlich, daß, weil das Wasser denThon nicht durchdringen kann, dasselbe bloß durch seine und der darüberliegenden Erdmassen Schwere niedergedrückt wird. Machet man in die-ser Thonlage eine Oefnung, so muß das gedrückte Wasser vermög derStatik mit Gewalt herausdringen, und sich in eben dasselbe Niveaumit dem Wasser der Anhöhen, aus denen es herabfällt, zu setzen su-chen. Dieser Umstand zwinget die Brunnengräber nach Durchbohrungder Thonlage, oft eilfertig die Flucht zu ergreifen; und mancher saum-selige hat Hiebey sein Versehen mit dem Leben bezahlet. Das periodi-sche Steigen und Fallen der Brunnenwässer erhält sich viel leichter un-ter Thonlagen als in jenen Gründen, die dem Wasser ganz durchdring-lich sind. In einem Bezirke, der ganz aus Lehmgrund, und einerblauen Thonschicht liegt, begab es sich, daß einige Jahre hintereinandersehr häufiges Wasser aus den Brünnen aufquoll; man mußte aus den-

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