Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
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gen zog, das ist, meine im österreichischen Littoral gemachten Anmerkun-gen beynahe erschöpfet habe. Ich will also den Faden, den ich bishergefolget bin, hier abbrechen, und weiter nichts als einige Muthmassun-gen, -ie ich dem Laufe meines vorherigen Stoses nicht füglich einschal-ten konnte, zum Beschloße ansetzen.

Ich habe in gegenwärtiger Schrift öfters gemeldet, daß man- in allen Kalkfchichten des ganzen Littorals, sie mögen durch Thäler undAbgründe wie immer unterbrochen seyn, eine erstaunliche Gleichförmig-keit in ihrer Anlage, durch einen Bezirk von vielen Quadratmeilen be-merke. Ich kann dieses mit jener Zuverlässigkeit angeben, mit welcherman die Richtung einer schiefen Fläche durch das Anzeigen der Magnet-nadel bestimmet. Alle Kalkschichten, die ich nach eben der Richtungaufgesetzet fand, kann ich nicht anders, als übereinander liegende schiefeFlachen betrachten. Als solche sind sie natürlicher Weise von der bil-denden Überschwemmung, wie ich oben sagte, über eine schon anwesendeBasis aufgelagert worden. Jtzo erscheinen sie durch die Wirkung derzerstörenden Überschwemmung mit unzähligen Thälern und Abgründenunterbrochen; aber in ihrem Durchschnitte selbst geben sie unläugbar zuerkennen, daß sie einmal fest aneinander gehalten haben, und daß dieAushebung ihrer Zwischenmassen, nur das Werk einer gewaltigen Haupt-fluth, die sie ganz überstiegen hat, seyn konnte. Mit Bewunderungverfolgte ich diese gleichsinnischen Flächen durch viele Meilen weit, undauf dem ganzen Umkreise, den ich durchstrich, konnte ich bloß ihr Stei-gen gegen eine Weltgegend nicht aber ihren horizontalen Lauf, oderihr Fallen auf die entgegengesetzte Seite bemerken; daß ist, ich befandmich in diesem werten Raume immer noch auf der einen Seite eines ein-zigen Berges dessen südliche Grundlage das ganze Littoral einnimt.Wenn ich nun diesen Berg als einen solchen betrachte, der bald nach derBildung des Kerns unserer Erdkugel über denselben mit Absetzung derKalkmaterien angelegt worden, und wenn die Natur in Bildung derübrigen Oberfläche auf eben diese Art, wie es mir wenigstens sehrwahrscheinlich vorkömmt, fürgegangen ist, so sollten die obersten Schich-ten der ganzen Oberfläche unseres Planeten aus Kalk bestanden haben;die Gebirge oder vielmehr die Anhöhen sollten durchgchends so sanft,

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