Z5
schöne Karmoisi'nfarbe. Ich verdünnte die Auflösung mit ungefähr demvierten Theile deftillirten Wassers; da denn, wie ich schon (i8.) ge-sagt habe, sogleich ein schwarzer flockiger Niederschlag erfolgte, unddie darüber stehende Flüssigkeit völlig ungefärbt, und klar wurde.Diese goß ich rein ab, süßte den schwarzen Niederschlag wohl aus,und trocknete ihn. Er wog 2 Pfunde 18 Loth- Er hatte also an Ge-wichte gegen jenes des aufgelösten Minerals 28i pr. Cent. zuge-nommen.
In diesem schwarzen getrockneten Niederschlage war eine Menge sehr fei-ner, blauer, wie pvlirter angelaufener Stahl, glänzender Punkte zusehen. Der Magnet zog aber nichts an.
Wenn etwas von diesem Niederschlage mit dem Finger auf Papier ge-rieben wurde, beschmierte er dasselbe, und den Finger mit e uer mc-tallifchglänzenden Farbe, welche der Farbe des Neisbleys gleich.
Von frischem Vitriolöle wurde dieser Niederschlag wieder aufgelöst,
* welches, wie vom rohen Mineral, wieder roth gefärbt wurde, und erverhielt sich sowohl mit den übrigen Säuren — deren Wirkung aufunser Mineral weiter unten erzählet werden wird — als auch vordem Löthrohre wie das rohe Mineral.
20. Aus der von dem schwarzen Niederschlage (19.) abgegossenen Flüssig-keit schlug phlogistisirtes, und auch mit Luftsäure gesättigtes feuerfe-stes Gewächs Laugensalz nichts nieder, und sie schien reine verdünnteganz dephlogistisirte Vitriolsäure zu seyn.
21. Zu erfahren, wie viel mein Vitriolöl von unserem Mineral bis zurSättigung auflösen könne, trug ich von diesem in eine unbestimmteMenge Vitriolöl nach und nach so viel ein, bis etwas, auch nach-dem ich starke DigestionshiHe gegeben hatte, ganz unangegriffen amBodett des Gefäßes liegen blieb, um mich nemlich andurch von derSättigung zu versicheren, weil die Auflösung ohne merklichem Brau-sen geschieht. Von dieser gesättigten Auflösung, welche sich so satt
E 2 gefärbt