Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
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Beschreibung

des opalisirenden Muschelmarmors irr Karnter^

Von ^errn Bergrichtcr von ployer.

hoffe durch die Nachricht von der Entdeckung, dem Geburtsort,^ und der Beschaffenheit des berühmten kärntnerischen Muschelmar-mors den Freunden des Steinreichs um so mehr einen wahren Gefallenzu erweisen, weil durch diese ganz neue Erscheinung im Mineralreich dieAufmerksamkeit aller Kenner und Liebhaber rege gemacht worden, undauch bisher einige mangelhafte und unzuverläßige Beschreibungen davonerschienen find.

Die Erfindung geschahe von ohngefahr. Ich schickte dem HerrnRegierungsrath, und Münz-und Bergwesens Hoftuchhalter v. Weikartunter anderen Mineralien auch diese Lumachella, und da er die Gewohn-heit hat, alle Steinarten seiner prächtigen Mineraliensammlung an-schleifen zu lassen, so schickte er auch diese Lumachella zu dem Ende sei-nem Stemschleisser. Kaum war die Oberfläche eines Stückes abgeschlif-fen, so erschienen die schönsten, wie Feuerflammen, schieden Flecken,die der Steinschneider mit desto größerer Bewunderung betrachtete, jeunverhofter diese Erscheinung für ihn war. Allein eben diese seltne Er-scheinung brachte den Herrn von Weikart um alle seine Stücke; DerSteinsthleiffer und ein gewisser — enttrugen sie ihm alle, und dasie die Begierde der auf die Mineralien unerhört neugierigen Liebhaberkannten, so verkauften sie die ersten Stücke dieses Steins um 10Dukaten.

Kaum wurde diese Lumachella unter den Mineralogen bekant,als sich jeder bemühte, diese besondere Sternart als eine vorzüglicheSchönheit und Seltenheit zu besitzen; Unter anderen entschloß sich Ihrekönigl. Hoheit die Erzherzogin Marianna hievon eine Tischplatte schleiffenzulassen. Auch Se.Majestät der Kayser bezeigten hierüber ein so grosses

, Wohl-