Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
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Krochen hak. Wenn dieses geschieht, so mag Madrid bald das schönsteNaturalienkabinet EuropenS besitzen.

Dieses Kabinct ist das einzige in Madrid, denn bey Pribat-menschen darf man keines suchen, nur -er einzige OrlsKL besitzt einigeMineralien, die eben nichts zu bedeuten haben.

Ich gieng also weg, wie ich kämm, ohne auch nur das geringefte für meine Sammlung bekommen zu können, und ich kann ihnen da-her zur Zeit noch nichts von spanischen Produkten schicken. Vielleichtglückt es mir einige Koboldarten aus Arragonien, und wenns möglichist Zinnober von Almaden zu erhalten, die ich denn mit dem gröstenVergnügen mit Ihnen theilen werde; Dieß sind die einzigen interessan-ten Artikel in Spanien..

Zu Madrid hörte ich, daß man au der Errichtung einer Aka-demie der Wissenschaften arbeite, zu der der König jährliche 50,00sPiaster assignirte. Ich weiß nicht, was daraus werden wird, aber ichdächte unmaßgeblich, daß man besser thäte von diesem Gelde junge Leu-te durch einige Jahre reisen zu lassen, um erst Akademiker zu bilden.Aber vielleicht begnügt man sich mit den blossem Namen einer Akade-mie.

Unser Freund ä'Lllussar beschäftigt sich nun mit der Zergltede*rung verschiedener Mineralien, um eine Mineralogie ausgeben zu kön-nen, welche die erste seyn mnrd, die in Spanien erscheint. Bey Zer-gliederung -es Wolframs fand er, daß er aus Braunstein, Eisen, undeinem neuen Metall bestehe, welchem er den Namen Wolfram gab. Ermachte es in einer Abhand.» ng bekannt, die Sie vermuthlich bald inKöpers Journal finden werden. Indessen will ich sie mit dem vornehm,ften Eigenschaften dieses Metalls bekannt machen. Es ist eben dasselbe,das Herr Scheele im Schwersteine (Tungsten) fand, und er fandauch in jenen Körpern, die unter den Namen des meisten Zinnfpaths inSchlaggenwald in Böhmen vorkommen, und die er als einen wahrenSchwerstem befand; die spezifische Schwere dieses Metalls ist 17: < 5 .

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