Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
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in X; mit Dieser Weite setzet man in ? ein, Durchschneidet damit dieaus der Sonnenhöhe kommende Parallel 8 K, ergreifet alsdann KX.setzet in ü§. 6 in dem der Sonne am nächsten stehenden Punkt ein,und durchschneidet den vorigen Bogen IX, so ist die durch 8 und dl gezo-gene Linie die verlangte Mittagslinie,.

Vierte Anmerkung.

ES ist leicht einzusehen, daß man die Linien und Winkel deSDreyecks ^X8IX ü§. 6 durch die geradlinigte Trigonometrie berechnen,und alsdann nach einen beliebigen Tausend oder ZehntausendtheiligenMaasstab ohne aller anderweitigen Konstruktion an die gezogene Linie^8 sehr genau auftragen und folglich die Mittagslinie bestimmen könne;dann da ^.8 und 8IX als die Kosinusse der Sonnenhöhe und Polhöheschon einmal bekannt sind, so kommt es nur darauf an, noch die Linie^IX zu berechnen. Betrachtet man daher, daß in dem Dreyecke K?X5 ?x — dem Unterschied der Sinusse der Polhöhe und Sonnen-höhe, kk —V2 der Chorde des Komplements der Abweichung derSonne, und also dem dopelten Sinus des Komplements gleich seyn,so läst sich KX —^IX leicht daraus bestimmen, um sie auf dem Maas-ftabe abnehmen zu können.

Fünfte Anmerkung.

Für diejenigen, welche eine Schwierigkeit zu haben glauben,die Polhöhe in jedem Orte, oder die Abweichung der Sonne für jedenTag zu erfahren, §ienet zur Nachricht; daß, wenn ihnen solche nichtohnehin bekannt ist, sie aus einer guten Landcharte die Breite desOrts für die Polhöhe desselben annehmen können; wäre man aber auchMit keiner solchen versehen, so beobachte man nahe um Mittagszeit dieSonnenhöhe, addire zu der gefundenen höchsten Höhe die bekannte Ab-weichung der Sonne, wenn sie südlich ist, ziehe sie aber davon ab,wenn sie nördlich ist, und die Summe oder den Ueberrest ziehe manalsdann von 90 ab, so wird der Ueberrest die verlangte Polhöhe seyn.Die Abweichung der Sonne für die Mittagszeit jeden Tages im Jahr

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