Band 
Physikalische Arbeiten der einträchtigen Freunde in Wien. [Erster Jahrgang.]
Seite
54
JPEG-Download
 

§4 ,

zu unt§r mehreren Stücken die ich besitze, und mehreren, die ich inSammlungen gesehen habe, noch keines zu Gesichte gekommen, an wel-chen ich irgend eine regelmässige Gestalt, die sich mit einer geomtrischenFläche, oder auch mit einem steeometrischen Körper hätte vergleichenlassen, hätte finden und bemerken können. ,

Zwischen diesen Golderzblättern, gewöhnlicher aber mitten zwi-schen der diese Erze begleitenden Gangart, wird bisweilen auch einemetallische, viel reichere, aus gediegenem Golde, Silber, Arsenik undwelligen Eisen bestehende, und mit jenem bleichen Gold-

erze, dessen Bestandtheile im ersten Quartal beschrieben, und imzweyten Quartale der physikalischen Arbeiten S. 86, von Herrn The-saurcrietsrath von Müller auf Gold und Silber untersuchet worden,fast übereinstimmende Mischung, die im Gefüge bald körnig, bald blät-terig auch gestreift, und im leztcn Fall zuweilen — gleichwie ich selbstvon dieser Art ein kleines Stück besitze — beinahe sternförmig an-getroffen.

Die Gangarten, in welchen diese bisher außer Siebenbürgeunoch nirgends angetroffenen Golderze einbrechen, sind am öftersten eingrauer , nahe an den Sailbändcrn bisweilen in grauen Hornstein über-gehender Quarz; zu welchen .sich oft auch eine dem Kapniker weisröth-lichen Jaspis näherende weisröthliche, doch minder feste, im Bruche kör-nige, am Stahl feuerschlagende, und aus Kiesel, phlogistisi'rten Braun-stein, Alaun, bisweilen auch Kalkerde bestehende Gesteinart, die im Feuerbraun, dann schwarz wird, und aus der sich die Braunsteinerde undbeide aufiösliche Erden durch mineralische Säuern nach schon bekannten,und voll Herrn Bergman beschriebenen Handgriffen, und so wie ich esbeim Kapniker Ganggestein machte, absondern und scheiden lassen; undbisweilen auch ein weisröthlicher mit phlogistisirter Braunsteinerde durch-drungener, in Säuren auflösbarer, in Bruche nur hie und da blätterigermeist aber körniger Kalkspat hinzugesellet.

Erwehnte Gangarten sind bisweilen mit zarten Schwefelkieseneingesprengt, auch mit schwärzlich grauen und braunen, mehr oder

wc-